Dienstag, 9. Mai 2017

Physik für Anfänger

Unsere Kinder experimentieren gerne. 
Manchmal testen ihre Experimente nicht nur die physikalischen Eigenschaften von Stoffen sondern vor allem wie sehr meine Nerven strapaziert werden können bis sie reißen.

Kinder experimentieren

Im Laufe der letzten Tage wurde gleich mehrere Experimente gestartet.

Es begann mit dem Test der Fließgeschwindigkeit von zähflüssigen Stoffen.
Folgende Materialen werden benötigt: Ein Schokoladenosterei mit Karamell-Füllung, ein Ständer und eine möglichst staubfreie Oberfläche auf die die Flüssigkeit fließen kann.
Leider haben die Kinder nach dem Versuchsaufbau das Interesse verloren. Da das Experiment auf dem Kaminsimms direkt neben den Kinderbüchern stattgefunden hat, habe ich das Experiment erst nach einer Weile gefunden und kann keine Aussage zur tatsächlichen Fließgeschwindigkeit treffen.


Das 2. Experiment sollte die Veränderung von Eigenschaften eines Stoffes in verschiedenen Aggregatzustände sichtbar machen.
Der Aufbau ist ziemlich simpel: flüssigen Bastelkleber in ein geeignetes Gefäß geben und abwarten, wie er sich im Laufe des Aushärtens verändert.
Da der Arbeitsplatz der kleinen Physikers (aka des Kuschelbärs) nicht ordentlich aufgeräumt war. Habe ich die leere Bastelkleberflasche gefunden und bin auf die Suche nach dem fehlenden Inhalt gegangen. Da ich den Entdeckerdrang nicht bremsen wollte, hat das Experiment seinen Platz auf unserer Fensterbank bekommen. 
Das Experiment konnte trotzdem nicht abgeschlossen werden. Das Aushärten dauerte zu lange. Das führte zu akuter Ungeduld und deshalb wurde der Aufbau geändert. Leider führten Unmengen von zugeführtem Wasser dazu, dass ich das Experiment final abbrechen musst.


Das letzte Experiment sollte die maximale Ausdehnung von elastischen Stoffen ermitteln.
Der Aufbau: Ein funktionierender Wasserhahn und ein hoffentlich sehr expansionsfähiger Luftballon.
Dieses klassische Experiment der Kinder-Physik ist leider meinem ausgeprägten Kontrollzwang zum Opfer gefallen. Das Bad war erst einen Tag vorher bei einem Toilettenpapier-Experiment verwüstet worden. Die Details erspare ich euch an der Stelle. Deshalb war ich hellhörig und habe direkt nach abgeschlossenem Versuchsaufbau interveniert. Das holen wir im Sommer im Garten am Außenwasserhahn nach.

Wie ihr sehen könnt ist es gar nicht schwer in den eigenen vier Wänden mit den einfachsten Mitteln Physik zu veranschaulichen. Unsere Kinder haben dabei eine Menge Spaß und wenn es nur der Reiz des Verbotenen ist.

Meine Nerven haben indes alle Experimente überstanden. Ihre Strapazierfähigkeit scheint doch höher als erwartet. Darüber hinaus scheinen sie mit jedem Experiment etwas elastischer zu werden. Das freut mich, schließlich warten die nächsten Experiment bestimmt schon morgen auf mich.

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