Freitag, 30. Januar 2015

Der Kuschelbär wird 5!

Mein wunderniedlicher kleiner Mann.

Ich kann es gar nicht fassen: Du bist jetzt fast fünf Jahr bei uns. Die Zeit ist wirklich wie im Flug an uns vorbeigerauscht. Von einem niedlichen, aber auch sehr anstrengendem Baby bist du in rasender Geschwindigkeit zu einem wissbegierigen Kindergartenkind geworden.
Du bist gewachsen und mittlerweile über einen Meter groß. Du hast jetzt die 15kg-Marke geknackt und immer noch kein Gramm Fett an deinem Körper. Du bist und bleibst unser Dürrländer. Zum Glück gibt es Kinderhosen mit einstellbarer Bundweite und Gürtel. Deine Haare sind immer noch strohblond, aber oft kürzer geschnitten, so dass deine Locken oft gar nicht zu sehen sind. Du strahlst uns immer noch als leuchtend blauen Augen an und bist einfach ein glückliches Kind.
Aber nicht nur äußerlich bist du gewachsen, auch dein Wissen und deine Fähigkeiten haben sich rasant entwickelt.
Du liebst es immer noch Lego zu bauen und spielst im Moment am liebsten mit der Lego Eisenbahn, die der Weihnachtsmann mitgebracht hat. Legoanleitungen sind für dich unabhängig der Altersangabe keine Herausforderung mehr, du bewältigst diese fast immer ohne Hilfe eines Erwachsenen. Stundenlang sitzt du in deinen Zimmer und kreierst die aberwitzigstes Fahrzeuge. Dazu brauchst du kaum noch Anleitungen, da du dir die wichtigsten Grundlagen bereits gemerkt hast. Es ist faszinierend wir du mit fast fünf Jahren solch ausgeklügelte Dinge bauen kannst und welche Ausdauer du dabei an den Tag legst.
Du malst und bastelst weiterhin sehr gerne. Am liebsten Autos in allen Varianten. Beim Ausmalen bist du mittlerweile auch sehr ausdauernd geworden und versuchst immer sehr exakt zu malen.
Du liebst es Geschichten vorgelesen zu bekommen und interessiert dich auch schon für die Buchstaben. Deinen Namen kannst du seit letztem Jahr schreiben, wenn auch manchmal in Spiegelschrift. Das hast du dir im Kindergarten abgeschaut. Damit du eine neue Herausforderung hast, haben wir vor einem Monat begonnen gemeinsam Buchstaben zu lernen. Du kannst jetzt schon einige und liest Wörter mit zwei und drei Buchstaben fast ohne Probleme. Dein erstes spontan gelesenes Wort war "so". Für längere Wörter fehlt dir meist die Geduld. Die Welt der Buchstaben faszieniert dich. Du schreibst jetzt alle Namen der Familienmitglieder fehlerfrei und versuchst auch schon andere Wörter zu schreiben.
Du kannst die Zahlen bis 20 und auch schon ein bisschen darüber hinaus. Du beginnst zu rechnen, am liebsten mit Gummibärchen ;-)
Nach wie vor bist du sehr clever und merkst dir Fakten und Zusammenhänge sehr schnell. Schon oft hast du Erwachsene in deiner Umgebung mit deinem Wissen beeindruckt und auch bei mir gelingt dir das öfter.
Du spielst gerne mit deiner kleinen Schwester und beschäftigst dich liebevoll mit deinem kleinen Bruder. Wenn Papa mit dir Lego baut, vergesst ihr beide gerne die Zeit und seid einfach nur glücklich. Mama darf dir stundenlang Bücher vorlesen ohne das es langweilig wird.

Du hast uns bisher fünf wundervolle Jahre voller Lachen, Staunen und neuer Erkenntnisse geschenkt. Dafür möchte ich dir danke sagen und ich freue mich auf jeden weiteren Tag mit dir. Ich liebe dich mein kleiner Kuschelbär. Bleib so wie du bist, denn du bist einfach wundervoll.

Deine Mama

Donnerstag, 29. Januar 2015

Spontane Liebesbekundung

Szenen wie auf diesem Foto wärmen mein Herz.

Unser beiden Mäusekinder nehmen sich in den Arm

Die beiden sind manchmal spontan so lieb zueinander. Sie kuscheln, sie drücken sich, sie helfen sich gegenseitig. Es ist eine Freude das mit anzusehen.

Natürlich gibt es oft Streit und die Fetzen fliegen, aber tief in ihren Herzen lieben sie sich abgöttisch.

Wenn es hart auf hart kommt, können sie sich aufeinander verlassen.
So wie heute im Kindergarten:
Der Kuschelbär berichte, dass er von einem aus der mittleren Gruppe geärgert wurde. Daraufhin forderte er seine kleine Schwester auf das Kind zu beißen. Die Kaisermotte reagiert äußerst gelassen. Sie hat nicht gebissen, teilt sie mir mit. Aber dem Jungen hat sie gesagt, wenn er ihren großen Bruder nochmal ärgert, dann gibt es gewaltigen Ärger...

Ich hoffe inständig, dass sie sich auch als Erwachsene noch so nahe stehen und sich immer auf einander verlassen können.

Mittwoch, 28. Januar 2015

Von Piraten, Käfern und Märchenfiguren

Die Mäusekinder lieben Fasching und sie freuen sich schon wie verrückt auf den Kinderfasching.

Letztes Jahr habe ich ihnen ihre ersten richtigen Kostüme gekauft.
Der Kuschelbär war ein Pirat. So richtig mit Säbel, Fernrohr und am Ende des Karnevals auch ausgefranster Hose. Zum Glück konnten Oma und ihre Nähmaschine das heißgeliebte Kostüm retten.
Die Kaisermotte hatte total niedliche Flügelchen und ging als bezaubernder Marienkäfer. Dass sie jetzt in der Käfergruppe des Kindergartens ist - wovon ich zu dem Zeitpunkt natürlich nichts wusste - hat sie total stolz gemacht.

Weil sie ihre Kostüme so lieben, sind sie gar nicht auf die Idee gekommen nach neuen Verkleidungen für dieses Jahr zu fragen. Ein Glück. Außerdem hatte ich die Kostüme letztes Jahr reichlich bemessen, so dass sie auch dieses Jahr locker passen. Eventuell sogar noch nächstes Jahr, wenn die Kinder nicht auf eine andere Idee kommen. Ich darf doch mal träumen. Der Kindergartenkarneval und der Kinderfasching sind somit abgedeckt.

Trotzdem musste ich mir dieses Jahr Gedanken über Kostüme machen. Der Kindergarten feiert nächste Woche mit einem Märchenfest Geburtstag. Jedes Kind soll sich als eine Märchenfigur verkleiden. Wenn ich Wetten abschließen müsste, würde ich sagen, dass mehr als die Hälfte der Kinder als Prinz oder Prinzessin in den Kindergarten kommen. Da ich meinen Kindern ersparen wollte, jedem erklären zu müssen aus welchen Märchen sie sind, war das für mich keine Option.
Zusammen mit Oma haben wir hin und her überlegt. Weibliche Märchenfiguren mit ihren speziellen Erkennungsmerkmalen fielen uns sofort ein. Bei den männlichen war das schon schwerer. Der gestiefelte Kater war eine Option. Leider hat der Kuschelbär keine passenden langen Stiefel. Dann bekam ich ein Kostüm für einen Sultan in die Hand und der große Mann wird jetzt der kleine Muck. Er findet es total super so schnell rennen zu können. Ich hoffe einfach, er kommt ohne Blessuren nach Hause.
Die Kaisermotte sollte eigentlich Rotkäppchen werden. Ich hatte die Idee über ein schönes Kleid einen kleinen roten Kaputzenumhang zu ziehen. Da ich nicht nähen kann, muss Oma meine verrückten Ideen umsetzen. Irgendwie gefiel ihr das von Anfang an nicht. Vorgestern schlug sie vor aus altem goldenem Vorhangstoff ein kleines Kleid für die Goldmarie von Frau Holle zu nähen. Da die Kaisermotte zur Zeit Frau Holle Fan ist, ließ ich mich gerne von diesem Vorschlag überzeugen.

Heute war es so weit. Oma holte ihre Nähmaschine und zwei alte Vorhänge und los ging es. Es hat drei Stunden gedauert. Wir haben viel hin und her probieren. Die Kaisermotte wollte beim 10. Mal das Kostürm auch nicht mehr anprobieren. Aber jetzt kann sich das selbstgenähte Kostüm wirklich sehen lassen. Vor allem die gold glitzernde Schürze hat es mir angetan.

Selbstgenähtest Faschingskostürm Goldmarie aus Frau Holle

Leider ließ sich das Modell nicht zu weiteren Fotos überreden. Deshalb trägt sie unter dem Kleid noch ein Shirt und die Schleifen auf den Schultern kann man auch nicht erkennen. Glauben Sie mir einfach, wenn ich sage es ist bezaubernd. Wie aus dem Märchen.

Am Montag zum Märchenfest bekommt die Kaisermotte noch einen passenden Haarreif mit Glitzerschleife und ich bin mir sicher, jeder weiß, dass sie die Goldmarie ist.

Dieser Post erscheint im Rahmen der Foto-Blogparade zu der Anne von top-elternblogs aufgerufen hat.

Dienstag, 27. Januar 2015

01.txt - Die perfekte Mutter

Dominik hat in seinem Blog neonwilderness zu einem literarischen Projekt aufgerufen. Er veröffentlich alle drei Wochen ein Wort zu dem jeder Teilnehmer einen Beitrag schreiben darf. Dem Ruf sich an *.txt zu beteiligen sind bis zum heutigen Tag fast 100 Blogger gefolgt. Eine beeindruckende Zahl. Ich finde es spannend zu verfolgen wie viele tolle und doch so unterschiedliche Texte bisher zum ersten Wort "Gratwanderung" erstellt worden.
Mit dem folgenden Text möchte ich meinen ersten Beitrag zum Projekt leisten:

Ich liebe meine Kinder über alles. Diese Liebe begann nicht erst mit der Geburt. Bereits als Papa Maus und ich uns klar wurden, dass die Zeit für ein Kind reif ist, veränderte ich mein Leben für meine zukünftigen Kinder. Ich kannte sie noch nicht, trotzdem richtete ich mein gesamtes Leben nach und nach auf das eventuell kommende Kind ein.
Ich wollte unserem Kind bereits im Mutterleib perfekte Bedingungen bieten. Ich reduzierte meine Arbeitszeit um weniger Stress zu haben. Ich ernährte mich gesünder, nahm die empfohlenden Mineralstoffe und verzichtete komplett auf Alkohol. Ich weiß natürlich nicht, ob es wirklich daran lag, aber wir mussten uns wirklich nicht lange gedulden und ich wurde schwanger.
Mit der Schwangerschaft und dem ersten Ultraschallbild vom Kuschelbär wurde es wirklich ernst. Google war mein ständiger Begleiter: was und wie viel durfte ich essen, was sollte ich meiden, wie viel Sport war erlaubt und überhaupt wie schwer durfte ich heben. Fragen über Fragen und zu jeder meiner Fragen gab es mindestens 5 unterschiedliche Meinungen von 5 selbsternannten Spezialisten und tausende von werdenden Müttern, die darüber diskutierten. Ich versuchte alles richtig zu machen und schränkte mich noch ein bisschen mehr ein. Es ging schließlich um mein ungeborenes Kind. Wer, wenn nicht ich, sollte sich um dieses kleine Gummibärchen in meinem Bauch kümmern.
Mit der Geburt des Kuschelbärs und der Möglichkeit dieses winzige Geschöpf tatsächlich in unseren Händen zu halten und an unsere Brust zu drücken wurde die Liebe nochmal stärker. Plötzlich war ich Mutter. Die Schwangerschaft ging viel zu schnell vorbei und jetzt fing die Unsicherheit erst richtig an.
Darf ich mein Kind rumtragen, wenn es schreit oder verwöhne ich es zu sehr? Verziehe ich es, wenn ich immer sofort zur Stelle bin? Darf es an mich gekuschelt im Familienbett schlafen oder muss es im eigenen Bett schlafen? Schläft es sonst noch mit 10 Jahren immer noch zwischen uns Eltern?
Jeder der gefragt wird oder auch nicht ist ein Experte und gibt einen gut gemeinten, aber auch unbedingt zu befoldenen Ratschlag ab. Immer mit der Warnung gepaart, sollte man den Ratschlag so nicht umsetzen, kann aus dem Kind später nichts werden. Die Unsicherheit und Verwirrung wächst.
Die Experten gehen nach Hause und ich bleibe zurück. Eins steht für mich fest: Weil ich meine Kinder liebe, will ich eine gute Mutter sein. Aber was macht eine gute Mutter aus?
Jeden Tag, eigentlich jeden Moment mit den Kindern will ich als Mutter alles richtig machen. Schließlich will ich später mal mit meinen wunderbaren, dann bereits erwachsenen, Kindern am Kaffeetisch sitzen und von ihnen hören, dass ich eine tolle Mama bin. Dass sie mich über alles lieben und mir für ihre Erziehung danken. Mit diesem hehren Wunsch vor Augen balanciere ich manchmal sekündlich zwischen streng sein und meine Kinder verwöhnen, zwischen Kontrollzwang und zu viel verlangter Eigenverantwortung, zwischen Über- und Unterforderung.
Ich geb es zu mit jedem Tag, den meine Kinder älter werden, vielleicht auch mit jedem Tag, den ich älter werde, mit jedem Lob von einem Außenstehenden über meine Kinder, fällt es mir leichter auf mein Bauchgefühl zu hören. Einfach meine Augen zu öffnen und zu sehen, wie wundervoll meine Kinder sind. Ihrem und meinem Gefühl zu vertrauen was wir brauchen und wie wir unser Leben gestalten. Trotzdem weiß ich heute mit drei Kindern und schon einigen gesammelten Erfahrungen immer noch nicht, wie ich eine perfekte Mutter sein kann.
Allerdings habe ich es geschafft mich selbst davon zu überzeugen, dass ich nicht alles richtig machen muss. Ich muss nur versuchen das meiste richtig zu machen und ich muss meinen Kindern zeigen, dass ich sie liebe. Dass sie für mich die tollsten Menschen auf der Welt sind. Egal, ob sie gerade die neue Tapete abgerissen, die Zahnbürste zum zwanzigsten Mal zerbissen oder die nervtötende Melodie zum drei millionsten Mal lauthals gesungen haben. Das ist für mich das wichtigste an einer Mutter: Diese bedingungslose Liebe.
Ganz ehrlich, ob sich meine Gratwanderung gelohnt hat, das werde ich sowieso erst in vielen Jahren erfahren. Erst wenn meine Kinder selbst Eltern sind und mich in den Arm nehmen und mir sagen, dass sie mich lieben. Erst dann werde ich wissen, ob ich alles richtig gemacht habe - auch wenn ich keine perfekte Mutter bin.

Sonntag, 25. Januar 2015

Oh Pardon

Nach dem gestrigen Spieleabend und der Übernachtung bei Oma und Opa, haben wir heute dort auch Mittag gegessen.

Die Mäusekinder wissen, dass Oma und Opa ihnen jeden Wunsch erfüllen. Sie klimpern immer direkt nach dem Ankommen mit den langen Wimpern und fragen gepaart mit einem treuherzigen Blick aus großen Kulleraugen, ob sie bitte Musik hören dürfen. Das ist für Opa immer das Signal den Laptop anzuschalten und Youtube zu starten. Gehört wird wahlweise Schlager, Oldies oder Kinderlieder. 
Als Mutter schüttele ich nur leise den Kopf. Denke mir aber gleichzeitig was hätte ich darum gegeben solche Großeltern gehabt zu haben.

Jetzt hatten die Kinder also zwei Tage Zeit ausgiebig Musik zu hören. Dieses Mal ist dabei ein wunderbarer Hitverhörer entstanden. Ich bin mir sicher, darüber lachen wir noch in einigen Jahren.

Gepielt wurde Dorthe Kolle "Oh pardon, sind Sie der Graf von Luxemburg". Die Kaisermotte sang fleißig mit. Als das Lied zuende war, fragte sie ganz trocken: "Wer ist eigentlich dieser Opa Don?" 
Ist das nicht herzallerliebst. 
Kinder sehen, hören und begreifen die Welt eben doch noch aus einem ganz anderen Blickwinkel. Viele Dinge, die uns selbstverständlich erscheinen, die zum grundlegenden Allgemeinwissen zählen, müssen sie erst noch lernen. Zum Glück, ansonsten wäre uns dieser Brüller entgangen.

Ich hoffe, deine Freude am und beim Singen bleibt dir lebenslang erhalten. Ich liebe es dir zuzuhören und es ist phänomenal wie gut du dir mit deinen drei Jahren Liedtexte merken kannst. Ich liebe dich meine kleine singende Motte. 

Freitag, 23. Januar 2015

Engelshaar

Letztens hatte ich über die wunderschönen Haare der Kaisermotte geschrieben. Jetzt ist es mir gelungen ein tolles Bild von den damals schon erwähnten strohblonden Locken des Kuschelbärs zu machen.

Die Locken des Kuschelbärs

Ist unser großer nicht ein süßer Engel?

Das Bild habe ich kurz nach dem Mittagsschlaf geschossen. Er hatte etwas geschwitzt, dann kringeln sich seine Haare besonders schön.

Ich liebe ja seine Locken, trotzdem müsste ich seine Haar demnächst auch wieder schneiden. Sie sind schon ziemlich lang. Vor seinem Geburtstag werde ich das aber nicht mehr machen. Auch wenn der Kuschelbär das gerne möchte. Er protestiert sehr subtil gegen zu langes Haar: Gestern hat er sich den rosa Haarreif mit extragroßer rosa Blüte der Kaisermotte geschnappt und diesen ohne weiteren Kommentar beim Abendbrot getragen.


Der Knuddelkäfer bekommt heute wieder kein Foto. Es gelingt mir einfach nicht seine Haare zu fotografieren. Ich habe es schon mehrmals versucht. Leider kann man den wunderniedlichen Flaum auf den Fotos nicht erkennen. Es bleibt zu vermelden, er hat Haare und sie wachsen fleißig. Aktuelle Länge circa 1,5 cm.

Dienstag, 20. Januar 2015

Mein Wetterfrosch

Die beiden großen Mäusekinder sind mit ihren 3 und 4 Jahren zum Glück schon sehr selbstständig.
Vor allem Frühs ist das für mich wichtig. Ohne ihre Hilfe müssten wir alle früher aufstehen um rechtzeitig zum Frühstück im Kindergarten zu sein. Dazu gehört, dass sie sich alleine ihre Schneeanzüge anziehen, während ich den Knuddelkäfer wickele und umziehe. Das funktioniert wirklich wunderbar.

Heute Morgen hat das auch wieder toll geklappt. Als ich mit dem Knuddelkäfer auf dem Arm zur Haustür kam stand der Kuschelbär in voller Montur vor mir. Neben seinen Stiefeln und seiner Mütze hatte er noch einen Schal und Handschuhe angezogen. Er empfing mich mit den Worten: "Gestern Abend im Radio habe ich den Wetterbericht gehört. Es soll heute kalt werden und schneien. Deshalb habe ich mich dementsprechend angezogen."
Glücklicherweise ist wenigstens mein Sohn so schlau, den Wetterbericht aufmerksam zu verfolgen. Ansonsten hätte mich wohl der Schlag getroffen, als ich die Tür öffnete um den Kinderwagen zu holen. Draußen lagen 5 cm Neuschnee und es schneite dicke Flocken.
Ich folgte dem Vorbild des Kuschelbärs und zog auch lieber meine Mütze an, gab der Kaisermotte einen Schal und ihre Handschuhe und wir genossen gut eingepackt den Winterspaziergang.

Vielleicht verfolgen andere Mütter den Wetterbericht um ihren Kindern die richtigen Anziehsachen rauszulegen. Ich vergesse das regelmäßig.
Deshalb bin ich so froh einen kleinen Wetterfrosch zu haben. Er sorgt dafür, dass sich die gesamte Familie nicht verkühlt. Ein Grund mehr, warum der Kuschelbär abends Radio hören darf.

Montag, 19. Januar 2015

Vorfreude hoch fünf

Für den Kuschelbär steht ein großes Ereignis an.
In nicht mal zwei Wochen wird er 5 Jahre alt. Fünf!
Ich kann es noch gar nicht fassen. Sind wir wirklich schon fünf Jahre Eltern? Die Zeit ist wie im Flug vergangen. Während ich mit ein bisschen Wehmut daran denke, wie schnell die Zeit vergeht, kann der Kuschelbär es natürlich nicht erwarten. Er sagt mir jeden Tag mindestens einmal wie sehr er sich auf seinen Geburtstag freut.

Zum ersten Mal läd er Kindergartenfreunde ein um mit ihnen gemeinsam zu feiern. Nicht nur für ihn wird das eine Premiere. Ich bin auch schon aufgeregt, ob alles so laufen wird, wie er es sich wünscht.

Sein erster richtiger Kindergeburtstag soll etwas besonderes werden. Deshalb wollen wir ein paar Sachen gemeinsam vorbereiten. Dazu gehören neben Dekoration und Spielen auch die Einladungskarten.
Nach etwas googlen bin ich auf die Regel gestoßen für jedes Lebensjahr des Geburtstagskindes einen Gast einzuladen. Daran haben wir uns gehalten. Ich habe nach Bildern eines Autos Vorlagen für eine Klappkarte gezeichnet. Vorne ist die Front des Autos zu sehen und hinten das Heck. Ohne richtiges Grafikprogramm habe ich fast alles in Handarbeit erstellt und deshalb zieht sich das ganze auch schon zwei Wochen hin. Aber nun sind sie fertig und der Kuschelbär hat heute fleißig ausgemalt. Er ist stolz wie Oskar so tolle Einladungen zu haben. Die Mühe hat sich somit wirklich gelohnt.

Die Autoklappkarten für die Geburtstagseinladungen

Freitag, 16. Januar 2015

Unser Leben (fast) ohne Kindergarten

Seit Anfang des Jahres gehen die Mäusekinder nur noch Vormittags in den Kindergarten. Papa Maus und ich haben das gemeinsam entschieden. Seit dem Umzug hat vor allem der Kuschelbär immer wieder unschöne Situationen im Kindergarten erlebt. Uns war klar, dass sich etwas ändern musste. Trotzdem zögerten wir. Dann kam die Erhöhung der Kindergartengebühren um 50% und plötzlich fiel es mir leichter einen Zeitpunkt für die Änderung zu finden.

Bis Dezember gingen die Kinder von 8 bis 16 Uhr in den Kindergarten und bekamen dort auch Mittagessen. Jetzt gehen sie nur noch von 8 bis 11 Uhr und essen dann zuhause. Trotz der Reduzierung der Betreuungszeit von 8 auf nun 3 Stunden, bezahlen wir für die Betreuung über 20% mehr. Allerdings fällt das Essensgeld natürlich weg.

Papa Maus hat vor der Umstellung Bedenken bezüglich dem Stress für mich angemeldet. Natürlich ist es stressiger. Ich stehe morgens um 7 Uhr mit den Kindern auf. Anziehen, Zähneputzen, Waschen, Haare kämmen, Brotbüchsen bestücken, den Knuddelkäfer fertig machen, alle Kinder in die Schneeanzüge und dann ein kurzer Spaziergang mit dem Kinderwagen zum Kindergarten. Wenn alles gut läuft sind wir pünktlich 8 Uhr zum Frühstück da.

Die Mäusekinder auf dem Weg in den Kindergarten


Nach meinem Frühstück, habe ich kurz Zeit für den Haushalt und um spätestens 10 Uhr will der Knuddelkäfer gestillt werden. Gleich darauf machen wir uns wieder fertig für unseren zweiten Spaziergang zum Kindergarten. Um 11:30 Uhr sind wir meistens zurück und halten uns bis zum Mittagessen in der Küche auf. 
Nach dem Mittagessen sollen die Kinder Mittagsschlaf oder zumindest Mittagsruhe halten. Am Wort "sollen" kann man bereits erkennen, dass wir das bisher nicht immer so gut hinbekommen. 
Danach fängt der gemütliche Teil des Tages an. Entweder gehen wir zum dritten Mal spazieren oder wir malen, basteln oder spielen Brettspiele. Wenn der Kleine gestillt wird, lesen wir Bücher oder die Kinder spielen bei mir im Wohnzimmer. Nur solange der Kleine im Laufgitter ist, dürfen die Mäusekinder in ihren Zimmern spielen, damit ich immer die Möglichkeit habe sofort nach ihnen zu sehen. 
Um 18 Uhr gibt es Abendbrot, wir putzen die Zähne und die Kinder machen sich bettfertig. Wenn alles gut läuft sind alle drei Mäusekinder spätestens 19:30 Uhr in ihren Betten und ich räume noch schnell die Küche auf und darf dann meine Beine auf der Couch hochlegen.

In den letzten vier Tagen, die ich mit den Zwergen alleine bin, hat sich das schon wunderbar eingespielt. Natürlich ist es mehr Stress, aber ich genieße die Zeit mit meinen absolut wundervollen Kindern. Wir können wieder viel mehr gemeinsam basteln. Wir unterhalten uns auf den Spaziergängen über die tollsten Sachen. Wir haben einfach viel mehr Zeit um miteinander zu lachen. 

Bisher bereue ich unsere Entscheidung nicht ein klitzekleines bisschen. Ehrlich gesagt, denke ich aktuell wirklich darüber nach, die Mäusekinder für ein halbes Jahr komplett aus dem Kindergarten zu nehmen. Danach beginnt für den Kuschelbär das Vorschuljahr und das möchte ich ihm dann doch nicht vorenthalten.

Ich bin froh, dass ich durch die Elternzeit in der Lage bin meine Kinder selbst zu betreuen. Ich bin nicht auf Fremdbetreuung angewiesen und für mich ist das ein echter Segen. Ich finde es faszinierend meine Kinder aufwachsen zu sehen. Ich freue mich über jeden Entwicklungsschritt, den ich gemeinsam mit ihnen machen darf.
In meinem Umfeld ist es Usus, die Kinder in den Kindergarten zu geben. Viele könnten noch nicht einmal verstehen, warum ich meine Kinder gerne bis zum 3. Geburtstag zuhause gelassen habe. Die Entscheidung die Kinder weniger und vielleicht bald gar nicht mehr in den Kindergarten zu schicken fiel mir deshalb besonders schwer. Jeder versicherte mir wie wichtig das für die Entwicklung sei. Ich bin mir da für mich und meine Kinder nicht so sicher. Natürlich werde ich erst in einigen Jahren sagen können, ob unser Weg für uns ideal war oder ob ich etwas anders machen würde. Im Moment sind die Kinder und ich jedenfalls sehr glücklich.

Donnerstag, 15. Januar 2015

Wer braucht schon ein Pony

Heute Morgen auf dem Weg zum Kindergarten hat die Kaisermotte mich wirklich zum Schmunzeln gebracht.

Der Kuschelbär hat bald Geburtstag und ich fragte ihn nochmal was er sich wünscht. Damit die Kaisermotte nicht außen vor bleibt dürfte sie natürlich auch sagen, was sie sich wünscht.

Was könnte sich ein drei jähriges Mädchen wünschen? Eine Puppe, ein Kuscheltiere, einen Hund, vielleicht sogar ein Pony? Nein, meine Dreijährige wünscht sich ein Ei. Auf Nachfrage erklärte sie mir, sie wünscht sich ein Hühnerei. Denn aus dem Ei würde dann ein Küken schlüpfen und sie hätte so gerne ein Huhn. Ja, Sie haben richtig gelesen. Meine Tochter wünscht sich ein Huhn.
Wir sind im August aufs Land gezogen. Hier gibt es nicht nur wirklich viele Bauern, hier gibt es auch einen kleinen Geflügelpark und an jeder Ecke sieht man Hühner, Gänse und Truthähne. Aber dass das solche Auswirkungen hat, hätte ich mir nicht träumen lassen.

Ich erklärte ihr kurz, dass sie ein Huhn nicht in ihrem Zimmer halten kann und wir das in unserem kleinen Garten nicht machen können. Der Kuschelbär führte auch noch an, dass sie sowieso eher ein Huhn bräuchte, dass dann das Ei legen könnte. Weil zum Ausbrüten, also damit aus dem Ei ein Hühnchen wird, bräuchte man auch ein Huhn. Schlaues Kind.
Das hat sie auch alles verstanden und wünscht sich jetzt wieder ein Fahrrad.

Zum Glück dürfen Kinder verrückte Wünsche haben. Wo kämen wir hin, wenn immer alles nur rational und gut durchdacht wäre. Ohne ein bisschen Kreativität und den Mut andere Wege zu bestreiten wäre schön so manches Projekt gescheitert.

Bleib so wie du bist mein verrücktes kleines Hühnchen. Ich liebe dich und deine Ideen.


Mittwoch, 14. Januar 2015

Ruhe im Karton

Es ist 19:30 Uhr und bei uns ist es tatsächlich bereits ruhig.
Ich kann mich zurücklegen und meine Beine hochlegen. Alle Mäusekinder sind in ihren Betten und schlafen friedlich.

Zum Glück klappt das ins-Bett-gehen bei allen Dreien zur Zeit prima:
Den Knuddelkäfer brauche ich nur in sein Bett legen und ihm einen gute Nacht Kuss geben. Im Babyfon kann ich dann sehen, dass ihm nach nicht mal 3 Minuten die Augen zufallen und er ganz entspannt schläft. Zumindest bis 22 Uhr, dann möchte er meist noch einmal gestillt werden. Danach kann ich beinahe die Uhr nach ihm stellen, weil er alle zwei Stunden einen kleinen Schluck zu trinken einfordert. Er schläft danach allerdings auch sehr schnell in seinem Bett wieder ein.

Der Knuddelkäfer schläft


Die Kaisermotte ist etwas anspruchsvoller. Meistens will eines der Kleidungsstücke partout nicht über den Kopf oder die Beine rutschen und ich muss ein bisschen beim Umziehen helfen. Wenn sie sehr müde ist, schläft sie direkt ein. Ansonsten schaut sie sich noch leise ein Buch an, löscht dann das Nachttischlämpchen und schläft genauso friedlich wie ihr Bruder. Ausnahmen sind die Tage an denen sie doch noch einmal hochkommt um etwas zu Trinken. Danach ist aber wirklich Ruhe und sie schläft wie ein Murmeltier bis ich sie frühs aufwecke.

Der Kuschelbär braucht zwar keine Hilfe beim Ausziehen, aber er möchte auch nicht direkt schlafen. Meist spielt er noch einige Zeit Lego. Bevor er einschläft kommt er meistens noch einmal zu mir in die Wohnstube und möchte nochmal gestreichelt werden oder einfach alleine mit mir über ein Thema, das ihn beschäftigt, sprechen. Danach geht er freiwillig in sein Bett und schläft. Er ist meistens als erster schon vor dem Klingeln des Weckers munter. Geht dann schon mal auf die Toilette, zieht sich an und spielt bis wir aufstehen müssen.

Wenn ich das so lese, beneide ich mich selber um diese wunderbaren Kinder.
Wie oft höre ich von leidgeplagten Eltern, die stundenlang brauchen um ein Kind ins Bett zu bringen.

Ich habe allerdings auch kein Geheimrezept und natürlich ist auch bei uns an manchen Tagen der Wurm drin. Ein Kind rennt zum anderen oder die beiden Großen sind so laut, dass der Knuddelkäfer schreit und sich nur durch Stillen erneut zum Einschlafen überreden lässt. Der Kuschelbär hat früher auch häufig mit Albträumen und nächtlichen Weinkrämpfen zu kämpfen gehabt und wollte dann bei uns im Bett schlafen. Zum Glück hat sich das bei ihm ziemlich verwachsen.
Alles in allem bin ich aber wirklich zufrieden, so wie es läuft. Und seien wir mal ehrlich, nicht nur meine "Kinder sind so artig, wenn sie schlafen!"

Ich genieße jetzt die Ruhe und wünsche allen Eltern genauso zügig und friedlich schlummernde Kinder, wie ich sie mein eigen nenne. 
Gute Nacht.


Dienstag, 13. Januar 2015

5 1/2 Wochen

5 1/2 Wochen war Papa Maus bei uns. Ganze 5 1/2 Wochen mussten wir keinen Abschied ertragen. Papa hat jeden Tag bei uns geschlafen. Er hatte zwar nicht die gesamte Zeit Urlaub, aber auch wenn er im Homeoffice gearbeitet hat, war er natürlich da.
Wir könnten gemeinsam frühstücken, Mittag und Abendbrot essen. Er hat sich viel Zeit für die Mäusekinder genommen. Gespielt, gelesen, gekuschelt. Wir konnten Ausflüge auch unter Woche machen oder mal spontan gemeinsam einkaufen. Natürlich hat er mir auch viel Arbeit abgenommen. Er ist frühs mit den Kindern aufgestanden, hat sie fertig gemacht und in den Kindergarten gebracht und wieder abgeholt.

Ich hatte viel Exklusivzeit mit dem Knuddelkäfer und könnte auch mal ausschlafen. Überhaupt waren die letzten 5 1/2 Wochen für mich wie ein Wellnessurlaub. Alleine mit drei Kindern im Kindergarten- bzw. Babyalter kann so ein Tag schon mal ziemlich lang werden. Ich bin dann immer froh, dass ich Papa Maus habe und er zumindest jedes Wochenende bei uns ist.

Wir waren 5 1/2 Wochen eine ganz normale Familie. Ohne den Trennungsschmerz und mit vier Händen, die die alltäglichen Aufgaben gemeinsam erledigen konnten. Ohne Telefonate, dafür mit gegenseitigem Füßestreicheln auf der Couch.

Kinder spielen mit Papa Maus


Heute Morgen hat sie wieder begonnen unsere Zeit als Wochenendfamilie. Wie ich diese Wort und die Situation an sich hasse. Leider dauert sie nicht nur 5 1/2 Wochen.
Ich liebe dich mein wunderbarer Papa Maus und ich freue mich schon heute wieder wie verrückt auf das Wochenende mit dir. Mit uns als Familie.

Sonntag, 11. Januar 2015

Der Knuddelkäfer zieht aus

Heute ist es so weit. Der Knuddelkäfer zieht mit fünf Monaten und einer Woche aus unserem Familienbett aus. Er bezieht jetzt ein kuscheliges Kinderbett.

Er muss auf Fläche verzichten und schläft dort auch ganz alleine, so ist das ja oft bei der ersten eigenen Wohnung. Aber zum Glück ist er nicht so weit weg gezogen. Eigentlich sind es nur 4 Meter Entfernung zu seiner alten Bleibe. Sein Bettchen steht nun im Nebenraum unseres Schlafzimmers. Das Bett selbst ist kein Erstbezug, aber wir wissen aus sicherer Quelle, dass es sich dort sehr gut schlafen lässt. Schließlich haben bereits der Kuschelbär und die Kaisermotte dort genächtigt.

Papa Maus und ich sind etwas traurig über den Auszug. Es war immer so schön den kleinen Mann direkt neben sich zu spüren, seinen Atemzügen zu lauschen und ihn nach dem Aufwachen direkt  anhimmeln zu können. Leider wurde der Knuddelkäfer aber zu mobil. Er kann sich bereits seit einiger Zeit drehen. Deshalb haben wir ihn in die Decke gewickelt und ein Kissen als Absturzsicherung genutzt. Trotzdem haben wir ihn jetzt schon dreimal nicht an der Stelle, an der wir ihn schlafen gelegt haben, wiedergefunden. Sicherheit geht vor.
Außerdem wollen wir ihn langsam aber sicher dazu animieren endlich komplett durchzuschlafen. Seine Geschwister konnten das beide früher. Ich weiß, jedes Kind ist anders und Vergleiche bringen nichts. Dennoch sollte er jetzt körperlich so reif sein, dass er in der Nacht nicht mehr gestillt werden muss.

Die erste Hürde haben wir eben mit Bravur gemeistert. Ich habe den kleinen Engel ohne großes Brimborium in sein neues Bett gelegt, zugedeckt und ein Küsschen gegeben. Wie immer habe ich ihm seine Rassel in die Hand gegeben und habe das Zimmer verlassen. Er ist tatsächlich nach nicht mal zwei Minuten spielen eingeschlafen. Ein Traum von einem Kind.

Jetzt bin ich gespannt wie ein Flitzebogen, wie heute Nacht ablaufen wird. Wird der Knuddelkäfer wieder um 22 Uhr das erste Mal wach oder schläft er wieder bis 3 Uhr durch? Will er alle zwei Stunden gestillt werden oder kann er im eigenen Kinderbett endlich in Ruhe durchschlafen?
Schläft der Knuddelkäfer durch und wir Eltern können nicht mehr schlafen, weil es im Ehebett so leer ist?

Wenn ich Antworten auf diese Fragen gefunden habe, werde ich natürlich berichten.

Samstag, 10. Januar 2015

So lecker und schnell ähm langsam

Ich liebe Krustenbraten. Leider gibt es bei uns dafür kein Familienrezept. Deshalb habe ich schon viel ausprobiert: Krustenbraten klassisch im Ofen, Krustenbraten mit dem Thermomix. Es hat immer gut geschmeckt, aber so richtig vom Hocker hat mich noch keine Variante gehauen.

Krustenbraten aus dem Crockpot

Donnerstag, 8. Januar 2015

Liebevolle Geschwister

Es vergeht kein Tag an dem ich mich nicht unendlich über unsere großen Mäusekinder freue. Sie sind so liebe und liebevolle Geschwister.

Egal ob der Knuddelkäfer gerade im Laufstall, auf der Krabbeldecke, in der Babywippe oder im Hochstuhl ist, immer wird er gestreichelt oder bemuttert. Sowohl der Kuschelbär als auch die Kaisermotte streicheln ihn bei jedem Vorbeigehen. Sie unterhalten sich mit dem Kleinen als ob es niemals anders gewesen wäre. Schauen seine Füße unter der Decke hervor, werden diese wie selbstverständlich mit den Worten: "Was machst du denn da. Deine Füße schauen raus. Komm wir packen sie wieder ein." wieder zugedeckt.
Für den Kuschelbär ist es eine besondere Ehre, wenn er den Knuddelkäfer auf seinen Schoß setzen darf. Natürlich muss Mama im Moment noch unterstützen, aber das tut der Freude keinen Abbruch.

Der Knuddelkäfer freut sich immer besonders, wenn einer der Großen ihn streichelt. Er lacht und gluckst dann immer ausgiebig. Er weiß eben schon sehr genau wer zu unserer Famile gehört und ihn lieb hat.

Großer Bruder spielt mit Baby


Wenn ich mich noch an die Einstellung der Kaisermotte zum Knuddelkäfer im Krankenhaus erinnere, dann bin ich sehr froh, dass sich die Geschwisterliebe so entwickelt hat.
Von Rivalität um Ausmerksamkeit ist bei unseren Dreien zum Glück bisher noch nichts zu spüren. Nur pure Liebe. Ich hoffe, dass sie dieses Band auch als Erwachsene verbindet und sie auch später immer den Rückhalt ihrer Geschwister genießen dürfen.

Montag, 5. Januar 2015

Von schwarzen Mützen und gestreiften Hemden

Kinder denken anders als Erwachsene und das ist gut so. Für sie ist die Welt oft viel einfacher als für uns. Oft beneide ich sie um ihre Art des Denkens und manchmal sind ihre Weisheiten einfach zu drollig. So auch heute:

Am Mittagstisch unterhalten wir uns über Augenfarben und kommen dann irgendwie darauf, dass nicht nur der Fingerabdruck sondern auch die Iris bei jedem Menschen einzigartig ist. Somit können Diebe beispielsweise von der Polizei durch Fingerabdrücke überführt werden. Als ich gerade ansetzt von der DNS zu sprechen unterbricht mich der Kuschelbär. Er führt an, dass Diebe doch auch an ihrer schwarzen Mütze erkannt werden können. Ich versuche noch zu erklären, dass die Mütze ja nicht einzigartig ist und der Dieb diese auch ausziehen kann. Darauf erwidert der Kuschelbär, das wäre auch nicht schlimm, dann könnte man ihn immer noch an seinem gestreiften Hemd erkennen... Unser Sohn spielt einfach zu viel Lego.

Lego Dieb mit schwarzer Mütze und gestreiftem Hemd


Papa Maus und ich schauten uns grinsend an und ließen den Kuschelbär in seinem Glauben.
Klar hätten wir ihm jetzt erklären können, dass es nicht immer so einfach ist und sich böse Leute verkleiden können. Dass sie wie du und ich aussehen können, aber warum sollte ich meinem Vierjährigen seine klare Vorstellung von Gut und Böse ausreden. Er wird früh genug erfahren müssen, dass nicht immer alles so einfach ist.
Bis dahin hoffe ich, dass er eine lange, glückliche und behütete Kindheit mit uns gemeinsam erleben darf.


Samstag, 3. Januar 2015

Bratwurst im Schlafrock

In Thüringen gibt es bei vielen Bäckern Bratwurst im Schlafrock zu kaufen. Meistens als besondere Spazialität nur an einem Tag in der Woche.

Die Mäusekinder und auch wir Eltern lieben diesen leckeren Snack und essen ihn gerne als Mittag oder Abendbrot. Für die ganz Unerschrockenen geht er natürlich auch als Frühstück durch.

Bratwurst im Schlafrock ist zu einer Rolle geformtes gewürztes Gehacktes, eingewickelt in einem Weißbrotteig.

Bratwurst im Schlafrock gerade fertig gebacken

Freitag, 2. Januar 2015

5 Monate Knuddelkäfer

Mein süßes kleines Baby.
Du bezauberst uns immer noch mit einem zahnlosen Lächeln, dass aber immer öfter auch mit einem kräftigen Ha-Ha-Ha unterlegt ist.
Du strahlst uns aus blauen Kulleraugen an. Es ist einfach faszinierend wie sie mitlachen, wenn du lächelst.
Deine Haar sind mittlerweile wieder nachgewachsen und fast einen Zentimeter lang, allerdings so hell, dass man sie kaum sieht. Trotzdem denke ich, dass du eher die Haarfarbe deiner Schwester haben wirst. Nicht ganz so strohblond wie dein Bruder. Wir lassen uns überraschen.
Die meiste Zeit des Tages verbringst du seit zwei Wochen auf dem Bauch, weil du dich jetzt alleine vom Rücken auf den Bauch drehen kannst. Obwohl du dich seit du vier Wochen alt bist auch vom Bauch auf den Rücken drehen kannst, machst du das jetzt kaum noch.
Wenn du dich in Bauchlage auf den Händen abstützt sind diese jetzt meist geöffnet. Manchmal legst du dich auch schon auf deine kleinen Knie und streckst beim Schlafen deinen Po in die Höhe.
Du greifst jetzt sehr gezielt nach Spielzeug und gibst dieses auch von einer Hand in die andere. Natürlich klappt auch das zum Mund führen des Spielzeugs - aber auch deines Daumens - hervorragend.
Seit neuestem kannst du auch Spukebläschen machen. Eine Errungenschaft auf die ich gerne verzichten würde.
Du plapperst wie eh und je zu jeder Gelegenheit. Papa begrüßt du immer noch mit einem deutlichen "Ongel". Das scheint in der Familie zu liegen, denn der Kuschelbär hat das auch immer gemacht.
Seit gestern üben wir das durchschlafen in der Nacht. Bisher wächst du ab Mitternacht meist mehr als 5 Mal auf und willst einen Schluck trinken. Es ist wirklich immer nur ein Schluck, da du fast augenblicklich vor Müdigkeit wieder einschläftst. Für mich ist das gesamte Prozedere aber sehr anstrengend. Deshalb wird du jetzt nur noch nachts gestillt, wenn du dich überhaupt nicht anders beruhigen lässt. Nach einer anstrengenden Nacht gestern, bist du heute erst um 5 Uhr aufgewacht, als dein großer Bruder auf die Toilette musste. Wir sind auf einem guten Weg.

Ich bin gespannt wann dein erster Zahn durchbricht und wann du das Krabbeln für dich entdeckst.
Ab nächstem Monat gibt es Brei und auch darauf bin ich sehr gespannt.

Du bist ein wunderbarer kleiner Junge, der alle Menschen um dich herum mit deinem Charme und deiner guten Laune bezaubert. Deine Geschwister sind beide total vernarrt in dich und streicheln dich bei jeder Gelegenheit. Wir alle lieben dich über alles und sind so froh, dass du bei uns bist.