Donnerstag, 31. Dezember 2015

Das war 2015 bei Mama Maus

Heute ist der 31.12.2015. Silvester. Wieder geht ein Jahr zuende und ich darf schon zum zweiten Mal auf meinem eigenen Blog ein Jahr revue passieren lassen.
Wie bereits letztes Jahr nutze ich meinen angepassten Fragebogen. Viel Spaß beim Lesen und wer vergleichen will, findet hier den Fragebogen vom letzen Jahr.

1. Wie war dein Jahr auf einer Skala von 1 bis 10?
Aus dem Bauch heraus bekommt dieses Jahr eine 9. Es könnte kaum besser sein. Alle sind gesund. Die Mäusekinder entwickeln sich prächtig und das Leben in unserem Haus macht einfach nur Spaß. Wir haben dieses Jahr einen wundervollen Urlaub verbracht und wir erwarten uns viertes Mäusekind.
Das diese Jahr trotzdem keine 10 bekommt liegt immer noch an dem Umstand, dass Papa Maus auswärts arbeiten muss.

2. Hast du dich äußerlich verändert?
A) Hast du zu- oder abgenommen?

Durch das Stillen habe ich im ersten Halbjahr mehr als 10kg abgenommen und sogar weniger als vor der Schwangerschaft mit dem Knuddelkäfer gewogen. Im Rahmen der neuen Schwangerschaft habe ich diesen Verlust mehr als ausgeglichen und wiege jetzt schon 15kg mehr als im Juni.

B) Hat sich dein Haarschnitt verändert?
Meine Haare wurden diese Jahr zwei Mal geschnitten, damit sie auf klassischer Länge bleiben. Es hat sich also mal wieder nichts verändert.

C) Hast du etwas an deinem Styling verändert?
Bis zur Schwangerschaft konnte ich aufgrund der Abnahme wieder sehr enge Jeans und Oberteile tragen. Es war wirklich schön mal ein paar neue Teile im Kleiderschrank begrüßen zu können.
Durch den enormen Schwangerschaftbauch, den ich bereits jetzt vor mir herschiebe, sind die Schwangerschaftshosen aktuell wieder meine besten Freunde.

3. Wie war dein Jahr in finanzieller Hinsicht?
A) Wie war deine berufliche Entwicklung?
Ich bin immer noch in Elternzeit und werde dies auch noch die nächsten Jahre sein. Als Managerin von drei kleinen Kindern habe ich trotzdem genug zu tun. Der Alltag hat sich wunderbar eingespielt und ich bin gespannt wie sich nächstes Jahr alles entwickeln wird, wenn das 4. Mäusekind zur Welt kommt.

B) Ist dein Konto voller oder leerer?
Dieses Jahr konnten wir trotz Urlaub etwas ansparen, weil wir weniger am Haus gemacht haben. Nächstes Jahr werden wir diese Rücklagen für den Ausbau unseres Dachgeschosses brauchen.

C) Hast du diese Jahr mehr oder weniger ausgegeben?
Weniger.
Die Einrichtung ist aktuell komplett und bis auf ein paar Reparaturen ist nichts am Haus gemacht worden. Wir haben im Großen und Ganzen sehr sparsam gelebt und dadurch unseren Urlaub finanziert.

D) Was war deinen größte Anschaffung?
Ein neuer riesengroßer Fernseher, den sich Papa Maus gewünscht hat.
Gleich gefolgt vom Spielhaus der Kinder und unserem Hund.

E) Hast du etwas gewonnen?
Ja, ein Spiel für die Mäusekinder.

4. Wie sah es mit der Gesundheit aus?
A) Hast du dich mehr oder weniger bewegt?
Anfang des Jahres bin ich sehr viel spazieren gegangen. Fast jeden Monat mehr als 40km. Gegen Ende des Jahres konnte ich diese Pensum aufgrund der Schwangerschaft allerdings nicht halten.
Ich hoffe, dass sich die Bilanz nächstes Jahr nach der Geburt des Bauchzwergs wieder verbessern wird.

B) Welche Krankheiten haben dich heimgesucht?
Neben der ein oder anderen Erkältung und dem obligatorischen Magen-Darm war das Jahr für mich recht ruhig.
Die großen Mäusekinder haben sehr unter der Mundfäule gelitten und der Knuddelkäfer unter dem hohen Fieber ohne erkennbare Ursache.

C) Welche war davon die Schlimmste?
Die beinahe Lungenentzündung, die mich über 9 Wochen mit schrecklichem Husten gequält hat.

5. Wie war dein Jahr emotional gesehen?
A) Was war deine dümmste Idee?
Den Urlaub bei den Schwiegereltern zu beginnen. Aber vom holprigen Start haben wir uns unseren wunderbaren Urlaub nicht vermiesen lassen. So wurde aus einer dummen Idee eine wunderbare Erinnerung.

B) Auf was hättest du diese Jahr verzichten können?
Den Ausfall der Heizung zu Weihnachten und die kaputte Klimaanlage im Auto, die immer noch auf ihre Reparatur wartet.

C) Was war deine beste Idee?
Schwanger einen kleinen Welpen in unserer Familie zu begrüßen. Bis die Minimaus geboren wird, ist unser kleiner Yorkshire ausgewachsen und hat auch schon einen Großteil der Erziehung hinter sich. Ansonsten wäre unser kleiner Mitbewohner frühestens in 2 Jahren zu uns gekommen. Bei der Freude, die sie uns schenkt, war es eindeutig die richtige Entscheidung.

D) Von was wolltest du jemanden unbedingt überzeugen?
Den Kurztrip nach Hamburg und an die Ostsee. Ganz spontan an einem Wochenende ohne Hotelbuchung.

E) Was ist dein Wort des Jahres?
Urlaub

F) Was ist dein Unwort des Jahres?
Ölschaden, weil der mich so viele Nerven gekostet hat

G) Was war das schönste Geschenk, das du erhalten hast?
Den Dezember mit meinem Mann zu verbringen. Er hatte den gesamten Monat Homeoffice und Urlaub, so dass wir immer zusammen sein konnten.

H) Was war das schönste Geschenk, das du jemandem gemacht hast?
Ein Lego Sternzerstörer.

I) Was war der schönste Satz, den dir jemand gesagt hat?
Ich liebe dich.

J) Was war der schönste Satz, den du zu jemandem gesagt hast?
Ich liebe dich und wir bekommen ein Baby.

6. Was war besonders am letzten Jahr?
A) Was war das leckerste Essen dieses Jahres?
Hähnchenspieße am Imbiss im Urlaub. Die haben wir uns gleich zweimal gegönnt und ich muss demnächst versuchen mal ein Rezept dafür zu finden.

B) Mit wem hast du die meiste Zeit verbracht?
Mit den Mäusekindern, vor allem dem Knuddelkäfer.

C) Mit wem hast du die schönste Zeit verbracht?
Mit meiner kleinen Familie.

D) Was hast du diese Jahr zum ersten Mal getan?
Ein Kind zur Einschulungsuntersuchung begleitet.

E) Was hast du diese Jahr nach langer Zeit wieder mal getan?
Tagescreme benutzt. Aber ehrlich gesagt, kann ich mich damit nicht wirklich anfreunden.

F) Welcher Moment des Jahres wird dir immer in Erinnerung bleiben?
Die Einweihungsparty des Spielhauses der Kinder. Ihre lachenden Augen, als sie ihre Freunde begrüßt haben und das tolle Kinderlachen, als die ganze Kinderschar im Garten getobt hat. Ein wunderschöner Nachmittag.

7. Welche Vorsätze hast du für das neue Jahr?
Ich möchte eine tolle Geburt haben und danach viel Zeit mit dem neuen Erdenbewohner verbringen.
Ich möchte unseren neuen Alltag als Großfamilie schnell in den Griff bekommen und dabei noch viel gelassener agieren.
Ich möchte nach der Schwangerschaft ganz entspannt wieder zu meinem Ausgangsgewicht zurückfinden.
Ich möchte mehr für den Blog schreiben. Mein Ziel vom letzten Jahr habe ich mit Pauken und Trompeten verfehlt. Deshalb bleibe ich dieses Mal sehr zurückhaltend und nehme mir nur vor jede Woche mindestens einen Post zu verfassen. Ich hoffe, dass ich diese Ziel erreichen werde. Außerdem würde ich mich freuen, wenn ich nächstes Jahr mehr Leser begrüßen dürfte.

Den Schlusssatz vom letzten Jahr kann ich fast eins zu eins übernehmen:
2015 war ein wirklich schönes Jahr. Bis auf kleiner Wehwehchen ging es mir und allen, die ich liebe, hervorragend und ich hoffe, das bleibt auch in den nächsten Jahren so. Unsere Familie ist gewachsen, nicht nur an der Mitgliederzahl sondern auch an Liebe und Freundschaft gemessen. Ich bin glücklich und wenn Papa Maus jetzt noch jeden Tag bei uns sein könnte, wäre unser Leben fast perfekt.


Mittwoch, 23. Dezember 2015

Raffinierte Lebkuchen-Weihnachtsbaumanhänger

Letztes Jahr haben die Kinder das Lebkuchenhaus-Selbstbauset geliebt. Deshalb wollte ich diese Jahr selbst Lebkuchen backen und ein Haus basteln. Da wir allerdings dank Oma und Opa vom Nikolaus wieder ein Selbstbauset bekommen haben, hatte ich die Idee schon aufs nächste Jahr verschoben.

Dank einem Post von Carola von Frische Briese bin ich kurz vor Heiligabend auf ihr Rezept für Weihnachtsbaumanhänger aufmerksam geworden. Jetzt hatte ich doch einen Grund endlich mal Lebkuchen zu backen.

Heute war es so weit.
Das Rezept lässt sich leicht umsetzen und die großen Mäusekinder konnten gut beim Ausrollen, Ausstechen und Bonbon auspacken mithelfen.

Ungebackene Lebkuchen auf dem Backblech
Ungebackene Lebkuchenanhänger

Fertige Lebkuchen auf dem Backblech
Gebackene Lebkuchenanhänger mit zerlaufener Bonbonmasse


Selbstgemachte Lebkuchenanhänger an Plätzchentüte
Lebkuchen als Geschenkeanhänger

Selbstgebackene Lebkuchen am Weihnachtsbaum
Lebkuchenanhänger am Weihnachtsbaum


Das Resultat lässt sich wirklich sehen. Wir nutzen die Anhänger sowohl am Weihnachtsbaum als auch als Geschenkanhänger.
Allerdings habe ich die Anhänger hinten mit Klarsichtfolie bezogen, da sie leider bei Raumtemperatur klebrig sind und ansonsten Flecken hinterlassen würden.

Ein wirklich tolles Rezept und nächstens Jahr werde ich dann endlich versuchen ein selbstgebackenes Lebkuchenhaus aus diesem Teig zu kreieren. Auch wenn ich zugeben muss, dass der Einzige, der die Lebkuchen mit Wonne verspeist der Kuschelbär ist. Für alle anderen steht der dekorative Wert an erster Stelle - schließlich sie sind die Anhänger atemberaubend schön.



Donnerstag, 17. Dezember 2015

Schuleingangsuntersuchung

Heute hatte der Kuschelbär seine Schuluntersuchung.
Fast eine ganze Stunde wurde unser großer Mann von insgesamt 3 verschiedenen Ärztinnen geprüft. Für mich als Mutter war es bestimmt genauso spannend wie für ihn.

Begonnen wurde mit dem Bereich Sehen.
Nachdem der klassische Seetest keine Besonderheiten zeigt, wurde das räumliche Sehen und geometrische Figuren behandelt. Dazu gehörte 3D-Bilder auf Tafeln zu identifizieren und einzelne Formen aus einem Bild herauszusuchen und mit einem Stift nachzumalen.
Außerdem sollte ein Drache der aus immer weniger vorgezeichneten Linien besteht vervollständigt werden.

Drachen fertig zeichnen


Der Kuschelbär meisterte die Aufgabe ganz wunderbar, vergaß aber eine horizontale Linie und fügte sie erst auf Nachfrage ein. Scheinbar ein normales Phänomen in dem Alter.

Beim Zeichnen des gewünschten Menschen, machte es sich der Kuschelbär wie immer einfach und zeichnete nur das nötigst - er vergaß sogar die Ohren. Konnte sie aber auf Wunsch an der richtige Stelle anzeichnen.

Anschließend wurde als eine weitere wichtige Grundfähigkeit das Hörvermögen getestet.
Hier mussten nur immer leiser werdende Piepsgeräusche angezeigt werden.

Logik und Mengenverschändnis wurden auch geprüft.
Es müssten einfache Figuren abgezeichnet, bis 12 gezählt und Mengen bis 6 erkannt werden. Auch einfache Vergleiche im Sinne von "wo sind mehr Punkte zu sehen" wurden erwartet.

Drei einfache Figuren mussten abgezeichnet werden


Mengen bis 6 erkennen und vergleichen


Der für mich witzigste Test war das Nacherzählen einer Bildergeschichte. Zu sehen waren 5 Bilder. Der Kuschelbär schaute 5 Sekunden und fasste zusammen: "Da läuft der Mann los und am Ende liegt der Mann." Kurz und knackig. Der Ärztin war das doch etwas zu komprimiert und sie fragt nach. Sofort merkte sie, dass der Kuschelbär sehr wohl alle Details erkannt hatte. Auch in der kurzen Zeit, die er sich fürs Betrachten genommen hatte.

Abschließend wurde die Motorik und vor allem die für das Schreiben essentielle Feinmotorik getestet.
Es musste eine Klopffolge nachgemacht werden. Hier hatte unser kleiner Mann arge Konzentrationsprobleme und schaffte es immer erst nach dem zweiten Hören korrekt. Scheinbar in dieser Testsituation normal, da er es Zuhause ohne Probleme schaffte.
Außerdem sollten die Finger einer Hand einzeln zum Daumen geführt werden. Diese Aufgabe war die schwerste für den Kuschelbär. Er machte sie sehr langsam und bewegte fast ausschließlich den Daumen. Die Ärztin beruhigt mich und sagte die Feinmotorik entwickelt sich bis zum 7. Lebensjahr und dass das alles bis zum Schulbeginn noch viel besser klappen wird.

Neben diesen Punkten wurde natürlich auch das Allgemeinbefinden geprüft.
Der Kuschelbär wurde gewogen und vermessen, Hals, Nase und Ohren betrachtet und die Haltung kontrolliert.

Als sich der Kuschelbär endlich wieder anziehen durfte und ein Puzzel als Belohnung für seinen Mitarbeit bekommen hatte, gab es für ihn kein Halten mehr. Er turnte und hüpfte wild umher und wollte nur noch schnell gehen.

Die Ärztin verabschiedete uns mit den Worten: "Frau Maus, Sie können sehr stolz auf Ihren Sohn sein, er hat das alles wunderbar gemacht und wird viel Spaß in der Schule haben." und einem wunderbaren Gefühl für die kommende Einschulung.

Nachdem der Kuschelbär alle Aufgaben diese Jahr so souverän gemeistert hat, bin ich auch etwas entspannter, wenn nächstes Jahr der Termin für die Kaisermotte ansteht.

Freitag, 11. Dezember 2015

Schnelle Weihnachtsbastelei

Sarah von Blog Mamaskind hat drei tolle Ideen zum Basteln mit Kindern für Weihnachten veröffentlicht.
Da vor allem Kleinkinder noch nicht so lange bei der Sache bleiben, hat sie gleichzeitig dazu aufgerufen weitere schnelle Bastelideen zu teilen.

Gerne beteilige ich mich an ihrer Linksammlung. Wobei ich zugeben muss, dass wir letztes Jahr mehr gemeinsam gebastelt haben. Dieses Jahr basteln die Kinder oft selbstständig und brauchen weniger Anregungen und Hilfestellungen von Mama.

Eine Idee von mir haben wir jedoch bereits gemeinsam umgesetzt:
Einfache Weihnachtsbäume als Christbaumschmuck.

Das benötigte Material ist denkbar einfach - ein Blattpapier in der gewünschten Größe, einen Haken für Weihnachtskugeln oder einen Faden und ein paar Stifte oder Stempel.

Wir haben einen Notizzettel von 10x10 cm genutzt. Auf diesen habe ich eine Spirale aufgezeichnet.
Der Kuschelbär hat diese mit seinen 5 Jahren schon sehr gut ausgeschnitten. Eine echt gute Übung für das Schneiden von runden Kanten.


Spirale aus Papier ausgeschnitten

Danach habe ich in die Mitte ein kleines Loch mit dem Haken für die Christbaumkugeln gestochen.
Die Grundform ist damit fertig und muss nur noch verziert werden. Wir haben uns klassisch für ein paar aufgemalte Weihnachtsbaumkugeln entschieden. Dies hat die Kaisermotte mit viel Freude erledigt.
Natürlich kann man jedes beliebige Muster malen oder auch stempeln.

Kind bemalt Papierspirale mit Kugeln
Jetzt wird nur noch der Haken oder ein Bindfaden befestigt und fertig ist der spiralförmige Weihnachtsbaum als Christbaumanhänger.


Weihnachtsschmuck hängt im Tannenbaum

Die großen Mäusekinder konnten beide mithelfen und sind wie immer sehr stolz auf den fertigen Anhänger, der jetzt unseren Baum noch schöner macht.


Hier auch noch die Links zu den tollen Bastelarbeiten aus dem letzten Jahr:
Weihnachtsbaumanhänger aus Salzteig,
Papierstern zum Aufhängen und
Schneemann als Fensterbild.

Auch diese drei Basteleien sind schnell gemacht und können von kleinen Kindern gut bewältigt werden.




Samstag, 5. Dezember 2015

Er läuft

Endlich! Ein kleiner Schritt für die Menschheit, ein großer Schritt für den Knuddelkäfer.

Bereits Anfang April mit 8 Monten fing der Knuddelkäfer an zu krabbeln. Im gleichen Monat lernte er sich selbstständig hinzusetzen und konnte sich auch schon zum Stehen hochziehen. Die ersten Schritte am Möbeln entlang ließen danach nicht lange auf sich warten. Nur an der Hand wollte er nicht laufen und ließ sich einfach fallen.
Ab Anfang Juli mit 11 Monaten konnte man immer wieder beobachten, wie er alleine frei gestanden ist und auch mal einen Schritt alleine gewagt hat. Natürlich nur, wenn er nicht beobachtet wurde. An der Hand laufen war ihm immer noch ein Graus.
Ich war mir zu der Zeit schon ziemlich sicher, dass er recht gut laufen konnte, es nur nicht zeigen wollte. Schließlich ist es auch bequem überall hin getragen oder gefahren zu werden.
Mehrere freie Schritte hat er weder bei Papa Maus noch bei mir gemacht. Egal mit was wir ihn gelockt haben, er ließ sich sofort auf die Knie fallen und krabbelte an sein Ziel.
Erst im Oktober hat er drei freie Schritte in Omas Arm gewagt. Allerdings konnte ich im Laufgitter immer wieder heimlich beobachten wie er mit Spielzeug in den Händen frei rundherum gelaufen ist. Sah er, dass er beobachtet wurde, ließ er sich demonstrativ fallen. In dem Moment war ich mir sicher, dass er Laufen kann, aber nicht will. Die Bequemlichkeit, ihr wisst schon!

Krabbelschuhe, die sich freuen


Nun mit 16 Monaten ist ihm die Heimlichtuerei langweilig geworden und er läuft überallhin. Kein Stolpern, kein Zögern. Sogar seit- und rückwärts sind kein Problem. Er läuft als ob er seit Monaten nichts anderes tut und wir freuen uns, dass er seine Fähigkeit endlich mit uns teilt.
Gerade für mich ist das wunderbar, weil ich ihn jetzt in der Schwangerschaft weniger tragen muss.

Am Laufen sieht man wieder wie unterschiedlich Kinder sind. Der Kuschelbär ist mit 10 Monaten bereits sicher gelaufen, die Kaisermotte kurz vor ihrem ersten Geburtstag. Der Knuddelkäfer hat uns 16 Monate warten lassen und ich bin gespannt, wie lange der Bauchzwerg brauchen wird um diesen Meilenstein der Selbstständigkeit zu erreichen. Es bleibt spannend im Hause Maus.
Eins weiß ich allerdings sicher, egal wie viele Kinder man hat: über die ersten freien Schritte freut man sich jedes Mal wieder wie verrückt und ist so stolz auf das Baby das zum Kleinkind wird.

Donnerstag, 26. November 2015

Weihnachtliche Resteverwertung

Eigentlich darf man es keinem erzählen, aber wir                 haben jetzt Ende November immer noch Schokoladenweihnachtsmänner vom letzten Jahr. So essen möchte die natürlich keiner mehr.

Bei uns kommt es öfter vor, dass Schokolade alt wird. Falls das bei euch auch mal passieren sollte, habe ich hier das ideale Resteverwertungsrezept für euch:

Schokoladenpudding aus Schokolade -

100g Schokolade (entweder der übrig gebliebene Weihnachtsmann oder eine Schokoladentafel mit Geschmack nach Wahl),
40g Stärke,
25g Zucker und
500g Milch

Die Zubereitung klappt sowohl im Thermomix als auch in der Microwelle in einem geeigneten Gefäss (beispielsweise der Tupperware MicroPlus Kanne).

Thermomix:
Schokolade 10sec/Turbo mit Spatel nach unten schieben,
restliche Zutaten zugeben und 6,5min/100º/st2

Microwelle:
Schokolade grob kleinbrechen und mit den restlichen Zutaten in die Kanne geben, ohne Deckel 6,5min bei 600W kochen, dabei alle 1,5 bis 2 Minuten kurz umrühren

Tipp:
je nach Schokoladensorte muss man eventuell die Zucker- oder Stärkemenge ein klein wenig anpassen um das perfekte Ergebnis zu erhalten



Zwieback mit Schokopudding

Je nach Schokoladensorte schmeckt der Pudding immer etwas anders, aber immer hervorragend. Da kann jeder Tütenpudding einpacken.
Er wird bei uns klassisch zum Dessert oder auch mit kleingebröseltem Zwieback als süßes Mittagessen genossen.

Wenn ich das Bild oben sehe, bekomme ich schon wieder Hunger. Mal sehen, ob ich noch einen Schokoladenrest auftreiben kann...

Samstag, 21. November 2015

Schwangerschaft verheimlichen?

Ich beneide andere Mütter die frei entscheiden können, wann sie Familie und Freunde über die Schwangerschaft informieren wollen.
Bei mir geht das nicht. Selbst Außenstehenden kann ich nichts verheimlichen. Nicht weil ich meine Zunge nicht im Zaum halten könnte, nein, das liegt eher an der riesigen Kugel, die ich bereits seit Schwangerschaftswoche 12 vor mir herschiebe.

Hier mal ein aktuelles Bauchbild:

Babybauch 17. SSW

Mittwoch, 11. November 2015

Opa die Plätzchen haben wir für dich gebacken

Bereits letztes Jahr haben wir im November mit der Plätzchenbacksaison gestartet und ich bleibe dabei: Plätzchen schmecken vor Heiligabend am Besten.

Auch diese Jahr gibt es bei uns jetzt schon Plätzchen. Mittlerweile sind der Kuschelbär und die Kaisermotte 5 und 4 Jahre alt und heute möchte ich euch ein Plätzchenrezept vorstellen, bei dem die beiden komplett alleine die Plätzchen formen können. Als Mama muss man nur den Teig kneten, portionieren und später die Plätzchen in den Ofen schieben. Außerdem habe ich am Ende die Marmelade eingefüllt, dass hätten die Kinder aber auch geschafft, wenn sie nicht bereits wieder im Kinderzimmer zum Spielen verschwunden wären.

Mein Rezept für Husarenbusserl - ergibt ca. 4 Bleche Plätzchen, bei uns eine Büchse voll

500g Mehl mit
1 Ei,
200g Zucker,
1 P. Vanillezucker,
100g gemahlene Hasselnüsse und
350g zimmerwarmer Butter verkneten.


Der fertige Teig wird vorportioniert
Der fertige Teig wird vorportioniert

Donnerstag, 5. November 2015

Ein kleiner Bruder ist voll praktisch

Heute Abend gab es Eiersalat. Die Kinder haben fleißig mitgeholfen.

Ich habe die Eier gekocht und die Soße angerührt, alles andere haben die Kinder selbst gemacht. Die Kaisermotte hat frisch geernteten Schnittlauch geschnitten und Eier geschält, der Kuschelbär hat die Eier mit dem Eierschneider zerteilt und unter die Soße gerührt. Wenn man selbst mitarbeitet, schmeckt der Salat gleich doppelt so gut und es besteht wirklich die Chance, dass alle mitessen.

Der Knuddelkäfer isst prinzipiell erst mal alles und das in rauen Mengen, die beiden großen Mäusekinder sind da mittlerweile wählerischer. Trotzdem hat der Trick funktioniert und der Kuschelbär tatsächlich einen Schale Eiersalat gegessen. Nur die Kaisermotte hat nach zwei kleinen Löffeln aus ihrem Schüsselchen etwas geschwächelt.
Da sie die letzten Tage schon immer sehr wenig gegessen hat, habe ich sie gebeten wenigsten die zwei verbleibenden Löffel aufzuessen. Der Knuddelkäfer hatte in dieser Zeit bereits zwei Weißbrotscheiben und zwei Schalen Eiersalat verspeist und hoffte insgeheim auf Nachschub.

Da der Hund raus musste, durfte der Kuschelbär schon aufstehen und sich waschen und die Kaisermotte sollte schnell aufessen und auf den Knuddelkäfer aufpassen.

Als ich nach 3 Minuten wieder in der Küche war, hatte die Motte wirklich ihren Salat aufgegessen. Ich wollte sie gerade loben, da sah ich die Schnutte des Knuddelkäfers.

Kleinkind mit Essensresten um den Mund und freudig grinsende große Schwester

Bevor ich das Zimmer verließ war er noch sauber.

Motte hast du den Salat gegessen?
Nein, Mama. Aber dem Knuddelkäfer hat es sehr gut geschmeckt!

Wenigstens ist sie ehrlich.
Wieso sollte ich mir Gedanken machen und nicht mitgrinsen? Die Kaisermotte ist glücklich, weil sie den Salat nicht mehr essen muss. Der Knuddelkäfer ist glücklich, weil er noch etwas bekommen hat. Ich bin glücklich, weil sich meine Kinder so gut verstehen. Ein gelungenes Abendessen für alle.

Montag, 26. Oktober 2015

Gelb, kalt und voll lecker - mein Seelenfutter

Nic vom Blog Papa mit Hut hat zu einer wunderbaren Blogparade aufgerufen: Er fragt "Was ist eurer Seelenfutter?" Es haben sich schon einige Blogger mit ganz wunderbaren Rezepten beteiligt und auch ich möchte gerne die Chance ergreifen und euch mein Seelenfutter vorzustellen.

Erst mal brachte mich die Frage nach meinen ultimativen Lieblingsgericht, das die Seele streichelt, ganz schön in die Bredouille. Welches Rezept sollte ich mit euch teilen?
Nudel? Die gehen bei mir immer, ob einfach mit Maggi und Käse, Tomaten- oder Sahnesoße, als Pfanne mit Gemüse oder auch pur. Heißhunger auf Nudeln habe ich öfter und ich gehe diesen Gelüsten auch gerne nach. Jetzt bitte alle Kinder weghören! Am liebsten Abends, wenn alle anderen schon schlafen und ich in Ruhe in der Küche stehen kann. Dann esse ich die Nudeln auch gerne direkt aus dem Topf auf der Couch. Spart Abwasch und hat sowas Rebellisches.
Vielleicht doch lieber etwas Süßes? Pudding in allen Varianten gibt es im Hause Maus dank Thermomix und Tupper Microplus Kanne auch in allen Varianten. Vanille-, Karamell- und Schokopudding, sind da nur die Standards die mindestens einmal im Monat gegessen werden. Beim Pudding bin ich auch gar nicht so, der wird meistens mit den süßen Kleinen geteilt. Beliebt ist auch Zwieback eingeweicht in Schokopudding, das geht sogar als komplette Mahlzeit durch.
Oder Pommes? Pommes mit Ketchup und vielleicht sogar ein paar Nuggets dazu? Ja, das ist auch echtes Seelenstreichelfutter auch wenn es der Hüfte nicht so gut tut. Am besten noch vom Mann zubereitet. Ich darf dann auf der Couch auf das wunderbar duftende Essen warten und mich voll und ganz der Vorfreude hingeben und der Göttergatte macht auch noch die Küche sauber. Ein Traum.

Ihr merkt schon ich esse gerne und auch gerne um nach einen stressigen Tag die Batterien wieder aufzuladen.

Gestern Abend war es dann soweit, der Durchbruch für diesen Blogpost: Es ist kalt, es ist gelb, man kann es ohne schlechtes Gewissen essen und mit dem Kleinkind teilen, weil es nur aus Frucht besteht und das aller wichtigste: Es ist voll lecker!

Hier also mein Rezept, falls man bei einer Zutat von Rezept sprechen darf.

Bananeneis aus dem Thermomix - 1 Portion
(es geht auch mit jeder anderen Küchenmaschine, die gefrorenes zerkleinern kann)

2 überreife Bananen
zerdrücken und mindestens 24h einfrieren, am Besten in Gefriertüten als dünne Platte, ich habe immer ein paar Päckchen im Gefrierschrank, die auf den nächsten Heißhunger warten
Masse in grobe Stücke brechen und im Thermomix 10sec/Stufe 5 zerkleinern, dann 10sec/Stufe 10 cremig rühren, eventuell auf Sicht einige Sekunden länger

Bananeneis aus dem Thermomix
Beinahe hätte ich das Foto vergessen, deshalb nur noch der leicht angetaute Bodensatz


Das Eis ist durch die überreifen Bananen von sich aus schon sehr süß und bedarf keiner weiteren Zuckerzugabe. Außerdem wird es ganz ohne Sahne sehr cremig. Ein echter Seelenstreichler, den sogar schon Babys als Beikost essen dürfen. So sie denn Kaltes mögen.
Ich liebe es und gönne mir dieses schnelle und trotzdem gesunde Dessert des öfteren.

Es würde mich freuen, wenn ihr mir in den Kommentaren berichtet, wie euch das Eis geschmeckt hat.

Montag, 19. Oktober 2015

Jetzt ist es offiziell

Darf ich Vorstellen - Nummer 4!

Ultraschall bei 11+4 SSW

Ich bin aktuell in der 12. SSW mit unserem 4. Krümel. Bald dürfen wir uns offiziell Großfamilie nennen. 
Dem Bauchzwerg geht es prächtig. Er oder sie hat während der Ultraschalluntersuchung fleißig geturnt und sogar in die Kamera gewunken.

Wir sind so glücklich und freuen uns auf unseren Familienzuwachs im Mai 2016.

Samstag, 17. Oktober 2015

Kurioses aus dem Trockner

Das Kinder gerne sammeln ist kein Geheimnis. Nicht jedes Kind sammelt gleich viel und vor allem gibt es nicht das eine ultimative Sammelobjekt. Viele Kinder sind von Steinen begeistert, andere wiederum lieben es süße kleine Tierchen einzusammeln und zu beobachten.

Unsere beiden großen Mäusekinder sind da keine Ausnahme.
Der Knuschelbär ist etwas gemäßig, er steckt sich schon mal eine Kastanie oder ein tolles Blatt ein.
Die Kaisermotte hingegen ist ein wahrer Schatzsucher und -bewahrer. Sie sammelt fast alles: Stöckchen, Steine, Blätter, Tiere. Die Liste kann beliebig erweitert werden. Sie ekelt sich auch weit weniger vor allem was so kriecht und krabbelt und sammelt auch kleine Insekten gerne mit den Fingern ein. Ihre Lieblingsbeschäftigung im Sandkasten ist Edelsteinsuche. Sie siebt akribisch Eimerchen für Eimerchen durch und sortiert alle Steinchen in ein kleines Fläschen. Natürlich nicht ohne jedem vorher ihre Funde zu zeigen und zu benennen. Hättet ihr gewusst, dass in so einen ganz normalen Baumarktspielsand tausende von Gold-, Diamant-, Rubin-, Zebra-, Glas- und sonstigen echt wertvollen Steinen versteckt sind? Seid die Kaisermotte 3 Jahre alt ist, weiß ich das sehr genau. Auch aus dem Kindergarten bringt sie immer wieder Steine mit, allerdings meiste größere, die ihr von der Form her besonders gefallen.

Meistens habe ich das Glück, dass alle Sammelobjekte entweder im Kinderwagen des Knuddelkäfers oder in den Kindergartenrücksäcken verstaut werden. Manchmal verirrt sich so ein kleinen Schatz jedoch in den Jackentaschen. So kam es dass Papa Maus heute folgendes im Trocknersieb gefunden hat:

Trocknersieb mit Fusseln und Schneckenhaus

Keine Angst das Häuschen war leer und es ist kein Tier zu schaden gekommen.
Zu dem Bild kommt mir immer wieder nur ein Gedanke: Mit Kinder ist das Leben immer wieder überraschend und einfach nur schön.

Was war euer kuriosester Waschmaschinen- bzw. Trockner-Fund?

Donnerstag, 17. September 2015

Halleluja?!?

LHeute war der Kuschelbär zusammen mit seiner Kindergartengruppe zum Ökumenischen Weltkindertag in Erfurt. Es waren mehr als 1300 Kinder angereist. Es wurde gemeinsam gebastelt, gesungen und gespielt. Der erste Ausflug für meinen kleinen Mann mit dem Zug. Allein diese Art der Fortbewegung löste bei ihm wahre Begeisterungsstürme aus. Mein Highlight des Tages war allerdings ein ganz anderes:

Auf dem Heimweg fragte mich der Kuschelbär wer eigentlich der Halleluja ist? 

Fragezeichen


Da ich erst mal ratlos war, ließ ich mir die Frage genauer erklären und musst mir dann doch ein Schmunzeln verkneifen. Sie hätten ein Lied gesungen "Danket dem Herrn halleluja!" und deshalb würde er gerne wissen wer dieser Halleluja ist.

Die Frage war schnell beantwortet und nachdem ich ihm erklärt hatte, dass der Herr Gott ist und halleluja nur große Freude ausdrücken soll, war ihm alles klar. 
Ich finde es schön, dass sich mein 5 Jähriger Gedanken über den Inhalt von Liedern macht und nicht einfach nur mitträllert. Außerdem ist es immer wieder schön den Kindern die Welt zu erklären.

Dienstag, 11. August 2015

40,3° und ich spreche nicht von den sommerlichen Temperaturen

Nachdem wir Donnerstagnacht aus den Ferien in Italien zurück sind, ging es dem Knuddelkäfer nicht gut. Bereits Freitagmittag hat der kleine Mann 39,3º Fieber, aber keine weiteren Krankheitssymptome. Mit einem Zäpfchen fiel das Fieber bis auf 38,6º. Der Knuddelkäfer aß und trank aber gut und schlief auch ohne Probleme. Bis dahin noch kein Grund zur Sorge. Ich bin zwar aufgrund der Blasenentzündungsproblematik beim Kuschelbär immer etwas sensibel, wenn hohes Fieber ohne weitere Symptome auftritt, aber wir wollten mit dem Arztbesuch abwarten. Schließlich hätte das Fieber auch auf eine Sommergrippe hinauslaufen können.
Leider war dem nicht so. Am Samstag stieg das Fieber in ungeahnte Höhen. Schon vor dem Fiebermessen wusste ich, dass etwas nicht stimmt. Unser Einjähriger konnte seinen Kopf kaum alleine halten. Er jammerte und schien regelrecht zu glühen. Das Fieberthermometer bestätigte den subjektiven Eindruck: 40,3º C. Leider hatte der Bereitsschaftsarzt erst um 17 Uhr Sprechstunde. Er beruhigt uns, wir könnten ruhig bis dahin abwarten, sollte sich allerdings der Allgemeinzustand verschlechtern müssten wir ins Krankenhaus fahren. Ein erneutes Zäpfchen brachte nur wenig Temperatursenkung: 39,8º, aber dafür große Linderung. Der Knuddelkäfer begann wieder zu spielen. Scheinbar kann sein Körper diese Temperaturen gut aushalten und fährt erst bei über 40º in den Notbetrieb. Ihm ging es sogar so gut, dass wir den Nachmittag mit Freunden im Garten verbringen konnten.
Um 17 Uhr stand ich in der Kinderarztpraxis. Bis auf einen geröteten Rachen war nichts zu finden. Der Arzt sprach von einen Sommerinfekt und verschrieb uns Ibuprofen-Zäpfchen, die wir notfalls im Wechsel mit den Paracetamol-Zäpfchen geben könnten. Ich kenne das bereits vom Großen. Durch die unterschiedlichen Wirkstoffe kann man die Zeit von einem Zäpfchen zum nächsten halbieren und das Fieber kann zwischenzeitlich nicht mehr so hoch steigen. Außerdem reagieren die Kinder unterschiedlich stark auf die beiden Wirkstoffe, sodass mit einem anderen Zäpfchen einen bessere Kontrolle des Temperaturanstiegs erzielt werden kann.
Auf dem Weg zur Notfallapotheke baute der Knuddelkäfer rapide ab. Das Fieber muss wieder jenseits der 40º-Marke gelegen haben. Er kuschelte sich eng an mich, brabbelte nicht und schaute sich auch nicht mehr um. Ich holte nur schnell das Zäpfchen und gab ihm direkt im Auto das erste, damit wir den Heimweg beruhigt antreten konnten.
Zuhause angekommen hatte das Zäpfchen bereits gewirkt und ich holte ein glückliches Kleinkind aus der Babyschale. Da das Zäpfchen so gut wirkte musste ich gar nicht im Wechsel die anderen Zäpfchen geben.
Sonntag war das Fieber immer noch jenseits der 39º, aber dem Käferchen ging es gut. Sonntagabend wusste ich dann auch, was der kleinen Mann hatte: er bekam Ausschlag auf dem Bauch, dem Rücken und im Gesicht. Uns hatte das Drei-Tage-Fieber erwischt. Bisher kannte ich die Symptome nur vom Hörensagen und aus dem Internet. Weder der Kuschelbär noch die Kaisermotte hatten darunter zu leiden. Ehrlich gesagt, war ich über den Ausschlag erleichtert. Endlich wusste ich warum der kleine Mann so hohes Fieber hatte. Laut Internet sollte das Fieber ungefähr 3 Tage anhalten und dann ein paar Tage lang der Ausschlag, der nicht juckt, sichtbar sein.
Montag war das Fieber komplett vergessen, dafür sah der kleinen Mann bei der Geburtstagsfeier seinen Schwester wie ein kleinen Streuselkuchen aus. Heute ist der Ausschlag im Gesicht bereits besser, mal sehen wie lange es dauert bis er komplett verschwindet.

Es gibt so viele Kinderkrankheiten, die man erst kennenlernt, wenn man selbst Kinder hat und glaubt mir ich würde lieber darauf verzichten sie alle persönlich kennengelernt zu haben. Mit drei Kindern ist die Chance allerdings sehr gering, irgendeine Krankheit auszulassen.
Das Drei-Tage-Fieber muss man auch nicht unbedingt haben, aber zum Glück ist es, bis auf die geringfügig erhöhte Gefahr für einen Fieberkrampf, harmlos.

Ich hoffe, damit haben wir nach der Mundfäule für dieses Jahr unsere Dosis Kinderkrankheiten durch. Wünscht uns Glück und vor allem Gesundheit.

Montag, 10. August 2015

Geburtstagsfrühstück im Kindergarten

Erst seit gut einer Woche ist die Kaisermotte im Kindergarten. Trotzdem wollten wir natürlich ihren Geburtstag auch dort kräftig feiern. Schließlich wird man nur einmal 4 Jahre alt.

Beim Geburtstagsfrühstück des Kuschelbärs im Januar wurden die aufwändigen Muffins zwar bestaunt, aber von fast allen Kindern nur angebissen. Die belegten Brote waren sehr zeitaufwändig und ich war mich nicht sicher, ob jedes Kind etwas findet, dass ihm schmeckt.

Deshalb habe ich mich dieses Mal entschieden kein komplettes Frühstück zu machen. Papa Maus und ich haben nur Obst und Kuchen für das 2. Frühstück vorbereitet. Die Kinder konnten somit zuerst ihr normales Frühstück essen. Jeder war satt und Obst geht immer.

Raupe aus Obst

Sonntag, 12. Juli 2015

Eine Wohltat für die Ohren - unser Lieblingshörspiel

Ich fahre gerne mit den Kindern im Auto.
Hier auf dem Land bleibt uns auch oft gar nichts anderes übrig. Die Wege sind zu Fuß zu weit. Der Bus fährt nur alle Jubeljahre. Also ab ins Auto. Die drei Mäusekinder in ihre Sitze gefesselt und schon geht sie los die wilde Fahrt.
Kurze Strecken sind für alle drei kein Problem, schließlich gibt es immer viel zu entdecken. Außerdem haben die Großen im Auto Zeit in Ruhe über allerlei Themen zu fachsimpeln. Papa Maus und ich sind da manchmal sehr erstaunt, welche tiefschürfenden Gedanken besprochen werden.

Problematischer wird das erst, wenn wir längere Stecken unterwegs sind. Irgendwann sind alle Themen besprochen und auch der schönste Bagger hilft nicht mehr die Stimmung zu heben und die Langeweile zu vertreiben.
Erfahrene Eltern wissen jetzt hilft nur noch eine CD. Kinderlieder und Hörspiele faszinieren Kinder. Leider bluten uns Eltern dabei manchmal die Ohren, aber was tut man nicht alles um nicht jede Minute gefragt zu werden: "Sind wir gleich da?"

Kinderlieder im Auto finde ich prima und ja, ich singe auch gerne laut mit. Genau wie die Kinder. Wenn die schön laut sind, hört man auch gar nicht wie schief ich singe. Wenigstens haben wir alle Spaß.
Hörspiele sind da schon etwas spezieller. Kinder sind leicht zu begeistern und finden fast alle Hörspiele toll. Wir Eltern müssen allerdings manchmal ganz schön leiden. Realitätsferne Dialoge, gruselige Sprecher und schiefer Gesang.

Die Hörspielsucht der Kinder began mit einem harmlosen Geschenk der Großeltern. Eine CD zum Film "Planes". Seid dem sind Hörspiele aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken.
Egal wie quenelig unsere Gäste auf der Rückbank des Autos sind, ein Hörspiel rettet die Stimmung. Es wird gespannt gelauscht, mitgefiebert und manchmal kann sogar mitgesungen werden.
Selbst die 20. Wiederholung der gleichen CD löst Begeisterungsstürme bei den Kindern aus. Wir Eltern stehen da schon eher auf Abwechslung. Deshalb haben wir mittlerweile schon eine beachtliche Hörspielsammlung. Schließlich gibt es auch immer wieder Hörspiele zum attrakiven Angebotspreis und sie sind somit auch ein schönes kleines Mitbringsel. Für noch mehr Abwechslung nutzen wir auch das Hörspielangebot unserer Bibilothek.

Gelernt haben wir dabei vor allem, dass nicht alle Hörspiele gut sind. Es gibt Hörspiele, die mich als Mutter einfach nur nerven. Dazu gehört die neueste Winnie Puuh CD der Kinder. Der Inhalt ist nicht das Problem, aber das schiefe Gesinge soll zwar niedlich wirken, geht aber in meinen Ohren gar nicht. Die CD liegt also eher unten im Stapel.
Gar nicht erst in den Stapel hat es die CD "Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt" geschafft. Dieses Meisterwerk hatten wir aus der Biblothek ausgeliehen. Zum Glück, so konnten wir sie umgehend zurückgeben. Ich gebe es zu, wir sind nicht über Minute 3 hinausgekommen. Meine Einschätzung ist also sehr subjektiv, aber diese Pups-Geräusche, die immer wieder zusammenhanglos, abgespielt werden, die waren sogar den Kindern zu viel. Nicht wir haben die CD ausgeschaltet, nein, die Kinder haben darum gebeten bitte etwas anderes hören zu dürfen. Das soll schon etwas heißen.

Zum Glück gibt es aber auch Geschichten, die sogar wir Erwachsenen gerne hören. Zur Not auch beim fünften Mal hintereinander. Hierzu gehören die Geschichten von Petterson und Findus und natürlich Liselotte, die wir auch als Bücher lieben. Von beiden haben wir schon mehrere CDs gehört und finden alle großartig.

Ein weiterer Held unserer Kinder hat uns das bisher schönste Hörerlebnis beschert: Der kleine Drache Kokosnuss.

Der kleine Drache Kokosnuss mit seinen Freunden


Durch Zufall sind wir in der Bibliothek auf ein echtes Hörspiel über den mutigen kleinen Feuerdrachen gestolpert. Der kleine Drache Kokosnuss und die Wetterhexe. Hier wird nicht nur das Buch wiedergeben, sondern es wurden extra Lieder passend zum Text geschrieben. Ein Vergnügen für die Kinder und für uns Erwachsene. Wie ein keines Musical für den CD-Player. Wir sind begeistert und haben uns die CD direkt selber gekauft.

Von der Qualität zeugt auch, dass Papa Maus abends auf dem Sofa die Lieder der CD vor sich hinsummt und letztens sogar die Kinder fragt, ob er sich das Hörspiel mal für seinen Arbeitsweg ausleihen dürfte ;-)

Aber Achtung, es gibt auch andere CDs von Kokosnuss. Dort werden die Bücher nur durch einen Sprecher vertont. Die sind keineswegs schlecht, erreichen aber niemals die Klasse des Hörspiels.

Ich habe übrigens herausgefunden, dass es noch ein 2. Hörspiel mit Liedern vom Drache Kokosnuss gibt. Es erzählt die Geschichte vom Schulfest auf dem Feuerfelsen und wird wohl demnächst seinen Weg zu uns finden.

Die Idee zu diesem Beitrag hat mir die ganz normale Mama geliefert. Sie beschreibt im aktuellen Blogpost negative Erfahrung mit Hörspielen und fragt nach Empfehlungen, damit die nächste Autofahrt auch ohne Ohropax für die Erwachsenen erträglich wird.





Mittwoch, 1. Juli 2015

Rucke di guh. Blut ist im Schuh!

Na ja, so schlimm ist es dann doch nicht, aber ich muss ganz schön leiden.

Da es gestern so richtig schön wärm war, habe ich mir ein Kleid aus dem Schrank geholt und meine Sommerschuhe angezogen. Die sind eigentlich super bequem. Nur war gestern der Weg zu weit, die Füße zu geschwitzt und so kam es wie es kommen musste: Ich habe mir Blasen gelaufen. Richtig gelesen, ich spreche in der Mehrzahl insgesamt 4 Stück. Autsch!

Jeder Mann schlägt jetzt die Hände über dem Kopf zusammen, wie kann man nur so brasslig sein? Warum ziehen Frauen Schuhe an die nicht 100% passen?
Ganz einfach, weil sie schön sind und zum Kleid gepasst haben.

Dass ich gestern Abend mit den offenen Blasen und den gleichen Schuhen - nein, ich wollte mich nicht absichtlich quälen, aber ich hatte einen Termin und in Zeitnot keine anderen passenden Schuhe gefunden - noch mal losgelaufen bin, hat die Sache jetzt nicht wirklich besser gemacht.

Heute morgen sah ich mich außerstande den Weg in den Kindergarten, immerhin 1,5 km für Hin- und Rückweg ohne Pflaster zu überstehen. Leider musste ich feststellen, dass unsere normalen Pflaster nicht mehr zu gebrauchen sind und deshalb habe ich jetzt vier lustige Märchen-Pflaster in quietschgelb an meinen großen und kleinen Zehen. Der Weg in den Kindergarten war trotzdem kein Spaziergang... Bitte entschuldigen Sie das Wortspiel, aber es passt so gut.

Füße mit Pflaster

Nachher werde ich wohl auf lustige Flip-Flops zurückgreifen, damit meine Zehen etwas geschont werden. Hoffentlich reibe ich mir damit nicht noch eine andere Stelle auf. Wenn alles Stricke reißen, gehe ich morgen mit Gummiclogs in den Kindergarten. Auch wenn die nicht zum Kleid passen ;-)

Dienstag, 30. Juni 2015

Fakten, Fakten, Fakten

Ich liebe Zahlen und Statistiken und da heute das erste Halbjahr 2015 zuende geht, möchte ich gerne ein paar überraschende Statistiken zu unserem Haushalt mit euch teilen.

In Vorbereitung zu diesem Post habe ich seit Januar eine kleine Strichliste geführt. Ich kann heute also stolz verkünden, dass ich in diesem Jahr bereits:

- 40 Weißbrote und 12 andere Brote/Brötchen gebacken habe
das macht im Schnitt zwei Brote pro Woche und mehr als 30 kg Mehl sowie über 80 Pakete Trockenhefe, die ich nur für Brot und Brötchen verbacken habe

- mehr als 900 Windeln gekauft und auch gewechselt habe
das macht ca. 5 Windeln am Tag für den Knuddelkäfer
gut, Papa Maus hat auch mitgeholfen, da er nur am Wochenende da ist und Windelwechseln nicht zu seinen Lieblingsaufgaben zählt, würde ich 50 Windeln auf seinem Konto verbuchen

- 53 Maschinen Wäsche gewaschen, getrocknet, zusammengelegt und einsortiert habe
das sind überraschender weise nur ca. 2 Maschinenladungen pro Woche und das in einem Fünf-Personen-Haushalt, allerdings ist meine Waschmaschine auch immer bis zum Rand gefüllt, das heißt pro Woche fallen ca. 12 kg Wäsche an

Das war ein kurzer Ausflug in die Welt der Zahlen. Am Ende des Jahres kommen die nächsten Kennzahlen.

Vielleicht hat jemand Lust auch ein paar Statistiken über seinen Haushalt anzustellen oder ihr wollt noch weitere Fakten von uns wissen, dann würde ich mich über einen Kommentar sehr freuen.

Montag, 29. Juni 2015

Sooooooooooo müde

Ich hatte bereits erwähnt, dass durch die Großbaustelle im Garten der gesamte Tagesablauf etwas verschoben ist. Das bedeutet nicht nur für mich ein längeres Abendprogramm, auch die Kinder sind oft sehr geschafft. Den kompletten Tag an der frischen Luft, ein verkürzter Mittagsschlaf und abends meist ein verspätetes Abendbrot. Heute hat der Stress der letzten Tage vom Kleinesten seinen Tribut gefordert.

Baby schläft im Sitzen

Direkt nach dem Brot noch bevor er sein Obst essen konnte, ist er direkt im Stuhl zusammengesackt. Er grummelte etwas, wurde dann leiser und ganz langsam schlossen sich seine Augen. Die beiden großen Mäusekinder wurden ganz ruhig und haben den Knuddelkäfer beim stilvollen Einschlafen beobachtet.
Der kleine Akku war von jetzt auf gleich leer.

Natürlich habe ich den kleinen Mann direkt ins Bett gebracht.
Trotzdem musste ich vorher noch schnell ein Foto machen. Es war so süß wie er da mitten in der Bewegung eingeschlafen ist und das ohne mit dem Kopf auf den Tisch zu hauen. Körperbeherschung in Perfektion. Selbst beim Schlafen.

Und nun träum süß mein kleiner müder Mann. Ich liebe dich.

Freitag, 26. Juni 2015

Hilfe, unsere Hosen schrumpfen

Endlich wird es wieder wärmer und die Kinder brauchen im Kindergarten für das Spielen im Garten keine Matsch- und Buddelhosen mehr.
Solange es nicht wärmer als 15ºC war, sind wir jeden Tag mit Matsch- und Buddellook in den Kindergarten gestartet. Drinnen reichte die Strumpfhose und draußen war alles wind- und wasserdicht.

Heute morgen greife ich also für den Kuschelbär zu seiner Jogginghose, die er das letzte Mal vor zwei Wochen bei ebenfalls gutem Wetter getragen hat. Das Ergebnis sah folgendermaßen aus:


Kind mit zu kurzer Hose

Nein, die Hose wurde nicht zu heiß gewaschen! Mir ist bereits aufgefallen, dass unser großer Mann trotz voll ausgezogenem Sattel auch auf dem Fahrrad mit den Knien beinahe an sein Kinn stößt, aber dass er in so kurzer Zeit so viel gewachsen ist, ist unglaublich.

Letztes Jahr hatte ich mir noch Gedanken gemacht, weil der Kuschelbär über ein halbes Jahr gar nicht, wirklich keinen einzigen Zentimeter, gewachsen ist. Es bestätigt sich wieder die alte Elternweisheit: Kinder wachsen in Schüben.

Zum Glück habe ich noch genug größere Sachen in Reserve.

Der Kuschelbär war so stolz, dass er wieder gewachsen ist, dass es ihn noch nicht einmal schmerzte, dass er seine geliebte Bob der Baumeister Hose nicht mehr anziehen kann.
Außerdem ist er praktisch veranlagt und wollte seine Hose direkt bei seiner Schwester einsortieren...

Mittwoch, 24. Juni 2015

Abendprogramm mit drei kleinen Kindern

Da wir im Garten immer noch an der Großbaustelle "Spielhaus" werkeln, bleibt tagsüber sehr wenig bis keine Zeit für den Haushalt. So kommt es, dass meine Abende in letzter Zeit ganz schön vollgepackt sind.

Heute Abend beispielsweise haben die 90-Minuten-Timeshift des Fernsehers nicht gereicht haben, um das 20:15 Uhr-Fernsehprogramm von Anfang an zusehen. Früher - ohne Kinder - habe ich mich abends auf mein Sofa gesetzt und meine Lieblingsserie geschaut. Haushalt nach 20:15 Uhr? Mit mir nicht. Es war mir ein Rätsel, warum jemand Hausarbeit nach der Tagesschau erledigen sollte. Jetzt weiß ich das besser. Manchmal ist der Tag einfach zu kurz um alles zu schaffen und das obwohl ich weder Voll- noch Teilzeit arbeite. Ich bin den gesamten Tag mit dem Knuddelkäfer Zuhause, die beiden Großen gehen 3 Stunden am Vormittag in den Kindergarten und mein Mann ist wie immer unter der Woche weg.

Heute Morgen und auch heute Nachmittag waren meine Eltern, die Kinder und ich im Garten und haben am Spielhaus weitergebaut. Kurz vor 19 Uhr packten wir zusammen, meine Eltern verabschiedeten sich und unser Abendprogramm began:

Schnell gemeinsam mit den Kindern den Garten aufräumen, alle drei nach drinnen bugsieren, zur Dusche und die Füße vom gröbsten Dreck befreien. Danach das normale Abendprogramm, allerdings in veränderter Reihenfolge, damit Mama zwischendurch auch noch etwas essen konnte. Zuerst Abendbrot für die Kinder, da der Knuddelkäfer noch gefüttert wird, kann ich nicht gleichzeitig essen. Anschließend durften die Kinder den Sandmann schauen, während ich mir schnell ein Brot gegönnt habe. Danach Zähneputzen und Umziehen. Damit waren die großen Mäusekinder soweit fertig und wurden ins Bett verfrachtet. Der kleinste Mitbewohner verlangte noch nach einer Stillmahlzeit und wurde halb dösend in sein Bett gebracht. Nachdem alle zumindest in ihren Zimmern waren, hätte ich gerne meine Füße hochgelegt. Da ich allerdings keine kleinen fleißigen Hauswichtel habe, mussten noch ein paar Punkte abgearbeitet werden: Schnell den Trockner ausräumen um der Kaisermotte das Bett neu zu machen. Ich muss zugeben, mittlerweile wasche ich die Bettdecke mit Bezug, dann spare ich mir das beziehen... Küche aufräumen und Geschirrspüler starten, nebenbei ein Brot für morgen backen und noch die fälligen Überweisungen ausführen Endlich ist alles fertig und ich begebe mich auf meine hoffentlich letzte Kontrollrunde durch die Kinderzimmer. Ich war unten noch nicht fertig, da höre ich oben schon den Fernseher starten, der kann nämlich nur 90 Minuten Timeshift und die waren leider aufgebraucht. Um kurz vor 22 Uhr konnte ich dann tatsächlich meine Füße hochlegen. Sie brauchen es jetzt auch wirklich.

An "normalen" Tagen ist mein Abend nicht so vollgepackt, denn ich versuche tagsüber die meisten Aufgaben zu erledigen. Meistens gelingt mir das trotz drei kleiner Kinder sehr gut und ehrlich gesagt bin ich auch ziemlich gelassen, wenn mal etwas liegen bleibt. Schöne Zeit mit den Kinder zu verbringen ist mir wichtiger. Trotzdem müssen auch mal solche Abende sein, vor allem wenn die Tage mit vielen zusätzlichen Aufgaben gefüllt sind.
Trotzdem kann ich nur sagen: Zum Glück sieht mein Abendprogramm nicht immer so aus.

Dienstag, 16. Juni 2015

Schluss mit lustig

Meine liebe Milchzecke,

ich liebe dich über alles und ich finde es toll, dass unsere Stillbeziehung so harmonisch verläuft. Aber so wie das bei vielem im Leben ist, so muss auch das Stillen irgendwann ein Ende haben.
Du bis jetzt 10,5 Monate alt, gedeihst prächtig und wirst auch immer selbstständiger. Diese Selbstständigkeit möchte ich jetzt auch gerne beim Essen fördern. Dein Einstieg in die Beikost war etwas holprig. Mittlerweile isst du aber deine Gläschen gerne und hast sogar Gefallen an Getreide-Obst-Brei gefunden. Du hast jetzt 6 Zähne und kannst damit auch gut kauen.

Gestern habe ich mich mit einer Freundin über das Stillen unterhalten und dabei bemerkt, dass du pro Tag noch 6 bis 7 Mal gestillt wirst. Das war mir so gar nicht aufgefallen. Ich möchte das gerne reduzieren, denn wie bei deinen Geschwistern möchte ich dich gerne bis zum 1. Geburtstag stillen, aber auch nicht viel länger. Glaube mir: Uns beiden wird die neu gewonnene Unabhängikeit gut tun.

Deshalb hast du heute zum Frühstück nur Brot und zum Nachtisch eine Banane bekommen. Da ich dich nicht gestillt habe, hast du anstandslos einen halben Becher Wasser getrunken. Das hat mich überrascht, aber vor allem sehr gefreut.

Baby isst Brot

Unsere Stillmahlzeit um 10 Uhr haben wir beibehalten, dafür hast du den Rest des Tages nur Brei bzw. Obst und Brot mit Butter gegessen. Noch nicht mal zum Einschlafen habe ich dich gestillt. Dir hat das gar nichts ausgemacht, du hast wie ein Profi Wasser getrunken und bist nach kurzem Schaukeln auf dem Arm ohne Gemecker ins Bett gegangen.

Ich bin gespannt, ob das auch die nächsten Tage so bleibt.

Heute sind wir dem Übergang zur Familienkost ein großes Stück näher gekommen und ich habe mal wieder gemerkt, wie groß du schon geworden bist.

Ich liebe dich über alles und freue mich dich auf deinem Weg zur Unabhängigkeit begleiten zu dürfen.

Schlaf gut mein kleiner süßer Knuddelkäfer


Donnerstag, 21. Mai 2015

Der perfekte Kinderwagen

Irgendwie gehört er zu den Anschaffungen über die jede Schwangere nachdenkt. Ich behaupte jetzt mal "Jeder der an die Erstausstattung fürs Baby denkt, hat als eins der ersten Dinge einen Kinderwagen im Kopf."

Aber braucht man einen Kinderwagen? Ich kann diese Frage für mich nur mit ja beantworten. Das Tragetuch ist mir erst beim dritten Kind ein ständiger Begleiter geworden. Trotzdem würde ich auch beim Knuddelkäfer nie auf meinen Kinderwagen verzichten wollen.

Wenn die Frage lauten würde, muss es das Luxusmodell für sehr viel Geld sein? Dann würde ich sagen, nein, ein günstiges Modell reicht natürlich auch aus. Dennoch bin ich froh einen Kinderwagen zu haben, der 1. eine riesige Babywanne hat, die man mit einer Hand abnehmen kann. Auf den 2. ganz einfach die Babyschale befestigt werden kann und der 3. mit seinen drei großen Rädern sehr wendig und auch geländetauglich ist. Außerdem lässt er sich auch beim dritten Kind noch problemlos bedienen. Da habe ich schon andere Modelle gesehen, die bereits nach dem ersten Kind schlapp gemacht haben.
Allerdings ist auch mein Kinderwagen nicht perfekt. Ihm fehlt ein Schwenkschieber bzw. mir fehlt ein Schwenkschieber. Außerdem ist er immer noch ziemlich wuchtig. Deshalb haben wir noch einen zweiten Kinderwagen, den wir nur als Buggy benutzen. Er ist kleiner und hat einen Schwenkschieber,  lässt sich aber schwerer schieben und die Babyschale lässt sich nicht befestigen.

Kinderwagen mit Babywanne


Wenn mich eine Freundin fragen würde, was sie beim Kinderwagenkauf beachten sollte. Würde ich ihr folgende Fragen stellen:

1. Wie groß sind Mama und Papa?
Dieser Punkt ist eigentlich nur bei großen Eltern relevant. Denn große Eltern bekommen häufig große Kinder und ich habe schon einige Eltern über die Größe der Babytragetasche oder -wanne ihres Kinderwagens schimpfen gehört. Ist das Baby zu schnell aus der Wanne rausgewachsen und kann noch nicht alleine sitzen muss oft sogar ein zweiter Kinderwagen angeschafft werden. Eine teure Neuanschaffung, die man sich gut sparen kann. Deshalb würde ich das als ersten Punkt prüfen, denn ein Fehler hierbei kann richtig ins Geld gehen.

2. Wie oft und für welche Strecken wird der Kinderwagen benötigt?
Soll das Kind parallel im Tragetuch befördert werden, wird der Kinderwagen nicht so häufig genutzt. Er muss nicht so robust sein und man kann getrost ein günstigeres Modell wählen.
Außerdem ist es wichtig zu wissen, ob man oft auf unwegsamen Gelände mit dem Kinderwagen fahren möchte. Dieser Punkt ist wichtig, da dreirädrige Kinderwagen mit großen Rädern - sogenannte Jogger - dafür viel besser geeignet sind. Sie bieten meist auch eine zusätzliche Vorderradbremse, so dass sogar steile Abhänge im Wald problemlos gemeistert werden können.
Für befestigte Straßen und den Wocheneinkauf ist ein vierrädriger Kinderwagen die bessere Wahl. Diese Wagen lassen sich leichter über Bordsteinkanten heben und bieten ein größeres Netz für Einkäufe.

3. Gibt es Herausforderungen beim Platzbedarf?
Muss der Kinderwagen oft in einen Kofferraum verladen werden ist es extrem wichtig vor dem Kauf zu prüfen, ob und wie der Kinderwagen eingeladen werden kann. Dabei sollte beachtet werden, dass neben dem Kinderwagen mit einem Kleinkind oft noch viele weitere Sachen transportiert werden wollen.
Auch in einem Hausflur oder Keller nimmt ein Kinderwagen viel Platz ein. Eventuell lässt er sich auch zusammengeklappt an die Wand lehnen und spart so Platz.

4. Wie wichtig ist Sonnenschutz?
Wenn oft in der prallen Sonne ohne Schatten spaziert werden soll, muss man rechtzeitig an Sonnenschutz denken. Zum einen gibt es Sonnenschirme für den Kinderwagen. Diese passen aber oft nicht an die Stangen des Kinderwagens oder der Nachwuchs zerrt daran rum und außerdem decken sie meist nicht das gesamte Kind ab. Ein Sonnensegel ist in der Hinsicht etwas besser geeignet.
Ich persönlich bevorzuge allerdings einen Kinderwagen mit Schwenkschieber. Je nach Sonneneinstrahlung kann die Blickrichtung des Kindes geändert werden und die Sonne mithilfe des Verdecks von eurem Nachwuchs ferngehalten werden. Da immer alles dabei ist, kann ich so auch nichts vergessen.

5. Hast du einen Babyschale?
Für mich ist es sehr wichtig, dass die Autoschale auch auf dem Kinderwagen transportiert werden kann. Diese kleine Annehmlichkeit genieße ich rückblickend betrachtet sehr. Einfach das schlafende Kind mit der Babyschale zu Kinderarzt oder Einkaufen schieben. Kein lässtiges Abschnallen und damit verbundenes Wecken des gerade eingeschlafenen Kindes. Kein schmerzender Rücken, weil die Babyschale zwar leicht ist, aber das Kind darin mittlerweile 10 Kilogramm wiegt. Natürlich soll ein Baby nicht länger als nötig in der Babyschale liegen, aber für kurze Strecken und das sind, wenn man mit dem Auto unterwegs ist, die meisten, ist diese Transportform ideal. Leider sind die Halterungen der Babyschalen nicht universal einsetzbar, so dass man wenn einem wie mir dieses Thema wichtig ist, darauf achten sollte den Kinderwagen und die Autoschale zueinander kompatibel sind oder es entsprechende Adapter gibt.

6. Spielst du mit dem Gedanken weitere Kinder zu bekommen?
Natürlich lässt sich das Leben nicht planen und vor allem beim Nachwuchs hat die Natur ein großes Wort mitzureden. Trotzdem sollte diese Frage den Kinderwagenkauf mitentscheiden. Wenn später noch weitere Geschwister geplant sind, sollte der Kinderwagen robust sein. Es wäre schade und meiner Meinung nach Ressourcenverschwendung, wenn für das zweite Kind ein neuer Kinderwagen benötigt wird. 
Steht vielleicht sogar die Idee in kurzem Abstand ein Geschwisterchen zu bekommen, dann sollte gleich geprüft werden, ob der Kinderwagen ein Geschwisterboard oder sogar einen zweiten Sitz tragen kann. Somit kann man sich später den teureren Geschwisterwagen oft sparen und ist sogar noch platzsparender unterwegs.

7. Welches Zubehör gibt es?
Es gibt gefühlt eine Million unterschiedlicher Kinderwagenmodelle. Leider sehen sie nicht nur alle mehr oder weniger unterschiedlich aus, nein auch alle haben unterschiedliche Zubehörteile, die im Lieferumfang enthalten oder zustätzlich zu erwerben sind.
Folgende Dinge nutze ich ständig:
- Babywanne bis zum Sitzalter bzw. Umbauset zum Sportwagen ab dem Sitzalter
- Adapter für die Babyschale falls diese nicht nativ auf den Kinderwagen passt (siehe Punkt 5)
- Regenschutz, der auch gut bei starkem Wind vor Zug schützt
- Fußsack, weil Decken immer so leicht weggestrampelt werden
Auch das Zubehör kann ganz schön teuer werden, deshalb dieser Punkt als Anregung für die finale Entscheidungsfindung.

Wenn all diese Fragen beantwortet sind, hat man die groben Eckpunkte um sich in einen Fachgeschäft kompetent beraten zu lassen. Dann muss nur noch das Design überzeugen und schon ist der perfekte Kinderwagen gekauft und die Vorfreude auf die Geburt wird noch größer.

Manch einer wird sich jetzt denken, so viel Aufwand für einen Kinderwagen. Ich kann dazu nur sagen, ein paar Überlegungen zum Kinderwagenkauf lohnen sich. Schließlich wird der Kinderwagen schon einige Tage nach der Geburt bis zu den ersten Schritten des Nachwuchses, also ungefähr ein Jahr lang, fast täglich - oft mehrmals am Tag - im Einsatz sein. Er wird zum ständigen Begleiter von Mama und Baby. Auch wenn das Kind schon laufen kann, wird es in den ersten zwei Lebensjahren immer wieder Situationen geben in denen der Kinderwagen einen Ausflug bequemer macht. Nicht mehr unbedingt als reine Gehhilfe sondern viel mehr als Transportkarre für Taschen und Utensilien, mobiler Babystuhl im Restaurant oder Entlastung für den elterlichen Rücken, wenn die kleinen Beine eine Pause brauchen. 

Ich hoffe, diese Anregungen helfen euch euren perfekten Wagen zu finden und sparen einigen Eltern die Anschaffung eines zweiten Wagens.

Sollten Euch weitere wichtige Dinge in der Aufzählung fehlen, dann immer her damit. Ich werde die Liste gerne erweitern, so dass ein richtiger Kinderwagenratgeber entstehen kann.

Dienstag, 21. April 2015

05.txt - Gleich kann manchmal ziemlich lang sein

Es sind wieder drei Wochen vergangen und Dominik hat in seinem Blog neonwilderness das fünfte Wort zu seinem Projekt *.txt veröffentlicht.
Nachdem ich beim letztes Mal im Rahmen des Wortes "Bild" über die Kunstwerke meiner Kinder geschrieben habe. Kommt nun mein Beitrag zum fünften Wort "gleich":

Bevor mein Mann und ich uns für ein drittes Kind entschieden haben, haben wir oft darüber nachgedacht, wie unser Familienleben zu fünft ausehen könnte. Nach zwei Kindern weiß man ungefähr was ein weiteres Kind für die Familie bedeutet.  Wir haben über die finanzielle Belastung, Kinderzimmer, Elternzeit und sogar über zukünftige Urlaube gesprochen. Langer Rede kurzer Sinn, wir haben uns für das unendliche Glück eines weiteren Kindes entschieden. 
Als ich dann endlich mit unserem dritten Wunschkind schwanger war, nagten allerdings Zweifel an mir. Je näher die Geburt kam, desto unsicher war ich mir, ob ich wirklich allen drei Mäusekindern gerecht werden könnte.

Jetzt, 8 Monate nach der Geburt des Knuddelkäfers, weiß ich, dass man Liebe nicht teilen muss. Sie ist immer im Überfluss vorhanden. Bei der Zeit ist das allerdings nicht so einfach. 

Wenn ich den Knuddelkäfer gerade in seinem Hochstuhl zum Essen angeschnallt habe und ihn nicht alleine lassen kann, weil trotzdem rausfallen könnte, der Kuschelbär von der Toilette nach Hilfe beim Abputzen ruft und im Erdgeschoss die Kaisermotte weint, weil sie sich nicht alleine umziehen will, dann würde ich mich gerne zerteilen. Da das nicht geht, hört man im Hause Maus oftmals das mittellaut gerufene Wort "gleich". Leider kann gleich auch mal ganz schön lang werden, wenn erst der Knuddelkäfer abgeschnallt werden muss. Der Kuschelbär zum dritten Mal vom Bad aus ruft, dass er Kacki gemacht hat und im Erdgeschoss das Weinen immer lauter wird. Wenn man den Kleinsten in sein Laufgitter setzt, dem Großen zu Hilfe eilt und man kaum im Badezimmer angekommen, zwei weinende Kinder hat. Wenn man dann wieder "Gleich" ruft und weiß, dass es doch noch dauern wird, dann weiß ich wovor ich während der Schwangerschaft Angst hatte. Ich muss entscheiden, welches Problem das dringender ist. Welches Kind am längsten warten muss. Es tut mir so unendlich leid, dass die Kinder warten müssen. Natürlich lernen sie so auch Selbstständigkeit und gegenseitige Rücksichtnahme. Trotzdem wäre es mir lieber, wenn ich in manchen Situation sofort für jeden einzelnen da sein könnte. 

Ein Einzelkind muss diese Situationen nicht meistern, es wird sich nie fragen "Bin ich immer an letzter Stelle in der Reihenfolge? Werde ich nicht so geliebt wie meine Geschwister?" Ein Einzelkind wird aber auch niemals diese enge, fast schon symbiotische Verbindung, die unsere Kinder haben, erleben dürfen.
Ich bin glücklich, dass wir drei wundervolle Kinder haben und habe unsere Entscheidung für ein große Familie noch keine einzige Sekunde lang bereut.

Dennoch wird "Gleich" zu rufen, niemals gleich zu machen ersetzen können, aber solange unsere Kinder wissen, dass wir sie alle gleich lieb haben, solange werden sie "gleich!" als das akzeptieren was es ist: Eine Bitte von Mama um Geduld und gleichzeitig das Versprechen immer, wenn auch nicht sofort, für jeden Einzelnen da zu sein.

Ich liebe euch mein Mäusekinder.

Mamakind? Papakind? Oder doch ganz anders?

Kennt ihr die Frage, ob euer Kind eher ein Mama- oder ein Papa-Kind ist? Bei uns würde diese Frage zu einer verblüffenden Antwort führen.

Natürlich hängt der Knuddelkäfer sehr an mir. Schließlich bin ich den gesamten Tag bei ihm. Ich bin fast ununterbrochen seit über 8 Monaten seine Ansprechpartnerin bei allen Bedürfnissen. Mittlerweile beschwert er sich auch schon mal lautstark, wenn ich den Raum verlasse. Also ist er ein Mamakind? Nein, eher nicht.

Wenn Papa Maus am Freitagabend nach Hause kommt, ist der Knuddelkäfer einfach nur begeistert. Ich kann es nicht anders ausdrücken. Seine Augen leuchten und er streckt die kleinen Ärmchen in Richtung seines Papas. Er versucht immer Papa zu sagen und ist Papa in der Nähe interessiert es ihn auch überhaupt nicht, ob ich den Raum verlasse. Jetzt könnte man also denken der Knuddelkäfer ist ein Papakind.

Trotzdem würde ich weder dem einen noch dem anderen zustimmen. Sieht man von reiner Bedürfnisbefriedigung in diesem Zusammenhang ab, ist die Frage ganz einfach zu beantworten. Unser kleiner Mann ist ganz eindeutig ein Schwesterkind. Noch nie gehört? Bei uns passt das aber wie die Faust aufs Auge.




Die Kaisermotte ist seine Nummer eins. Sind sie ein paar Minuten getrennt und die Kaisermotte betritt den Raum sind alle anderen Menschen vergessen. Der Knuddelkäfer gluckst, die Kaisermotte rennt sofort zu ihm und umarmt ihn. Dann strahlen sie sich gegenseitig an. Oft drückt die Kaisermotte den Kleinen und dann spielen sie erst mal zusammen. Erst nach diesem Begrüßungsritual macht die Kaisermotte mit dem weiter, was sie eigentlich machen wollte. Der Knuddelkäfer beobachtet sie ununterbrochen. Weint er im Laufgitter oder Bett kann ich mir sicher sein, dass die Kaisermotte ihn schnell beruhigen kann. Der Kleine lacht über alles was seine große Schwester macht. Sie ist einfach sein Sonnenschein und vertreibt jegliche schlechte Babylaune. Deshalb würde ich immer antworten: Der Knuddelkäfer ist ein Schwesterkind.




Natürlich liebt der Kleine auch seinen großen Bruder und der kümmert sich genauso liebevoll wie seine Schwester. Im Januar hatte ich bereits über das selbstverständliche Bemuttern des kleinsten Mitbewohners durch die beiden großen Mäusekinder geschrieben. Das hat sich seit dem auch nicht geändert. Eher im Gegenteil die Verbindung unsere kleinen Rasselband wird immer enger. Mit jedem Tag wachsen sie mehr zusammen. Es ist eine Freude diese Geschwisterliebe zu beobachten und ich hoffe, dass sie sich diese Liebe bewaren und auch später immer zusammenhalten.

Mittwoch, 1. April 2015

Krabbelkäfer

Lieber Knuddelkäfer,

Knapp sechs Wochen nachdem du das erste Mal in den Vierfüßlerstand gegangen bist und genau einen Tag bevor du acht Monate alt wirst - also heute - kannst du richtig krabbeln.

Bereits sein einer Woche konntest du einen Schritt machen. Spätestens beim zweiten bist du zusammengebrochen. Doch heute hat es Klick gemacht. Du machst einen Schritt nach dem anderen und das auch noch in Highspeed. Du krabbelst, als ob du nie etwas anderes getan hast. Man sieht dir nicht an, dass du diese Fähigkeit erst einige Stunden beherrscht.
Die großen Mäusekinder lieben es dich mit Spielzeugen zum Krabbeln zu animieren. Du machst fleißig mit. Kein Wunder, wenn du danach erschöpft im Laufgitter einschläfst.

Baby schläft im Laufgitter

Jetzt ist nichts mehr unerreichbar für dich. Du liebst deinen neu gewonnene Freiheit und man sieht dir die Freude über diese neue Fähigkeit richtig an.
Bald schon wirst du dich hochziehen und deine ersten Schritte machen. Dann kann dich nichts mehr aufhalten. Mein süßer Knuddelkäfer du wirst so schnell groß. Ich liebe dich und freue mich auf jeden einzelnen weiteren Meilensteine, den wir gemeinsam feiern dürfen.

Deine Mama


04.txt - Was meine Kinder malen

Es sind wieder drei Wochen vergangen und Dominik hat in seinem Blog neonwilderness das vierte Wort zu seinem Projekt *.txt veröffentlicht.
Nachdem ich beim letztes Mal im Rahmen des Wortes "abgrundtief" über den Superlativ von Liebe geschrieben habe. Kommt nun mein Beitrag zum vierten Wort "Bild":

Die beiden großen Mäusekinder lieben es zu malen.
Die Kaisermotte malt mit ihren drei Jahren am liebsten Mondgesichter und daraus alle möglichen Männchen. Außerdem coloriert sie gerne große Flächen in allen Regenbogenfarben. Ihre Bilder sind bunt und fröhlich, meistens etwas abstrakt. Aber sie kann nach dem Malen immer sofort sagen, was zu sehen sein soll. Auch beim Ausmalen nutzt sie alle Farben, unabhängig davon was sie gerade ausmalt. Sie kann nicht leugnen, dass ihre Lieblingsfarben lila, rosa und rot sind. Ein echtes Mädchen eben.

Lächelndes Männchen von Dreijähriger gemalt


Der Kuschelbär ist mit seinen fünf Jahren an einem ganz anderen Schritt in seiner künstlerischen Entwicklung angekommen. Er malt weniger abstrakt und perfektioniert mit jedem Bild seine Fähigkeiten. Das bedeutet er wiederholt ein Motiv in allen möglichen Varianten, solange bis er seine Art gefunden hat. Genau wie ich als Erwachsene genau eine Art habe, wenn ich meinen Kindern schnell einen Baum, ein Auto oder ein Haus male. Das Lieblingsmotiv des Kuschelbärs waren bis vor kurzem 4-rädrige-Fahrzeuge. Er malte in immer anderen Variationen: normale Autos, Polizeiautos, LKWs, Pickups, Sattelschlepper und so weiter. Wie ein Comiczeichner der seine Figur in wenigen Sekunden aufs Papier bringen kann, so zeichnet er seine Fahrzeuge. Nachdem er mir und seinen Lieben monatelang Bilder von Autos schenkte, bekommen wir jetzt auch Bilder von Motorrollern. Natürlich kann er auch wunderschöne Häuser, Bäume und Flugzeuge malen. Aber er tut es nicht. Wieso sollte er auch, seine Autos sind so schön. Beim Ausmalen nimmt er es jetzt schon sehr genau und orientiert sich bei der Farbgebung an der Realität. Am liebsten malt er auch in Ausmalbüchern Autos und alle Arten von Fahrzeugen aus. Ein echter Junge eben.

Auto mit Ampel von Fünfjährigem gemalt


So unterschiedlich meinen beiden Großen die Welt auch abbilden. Ich bin von jedem einzelnen Bild begeistert. Ich freue mich, wie die beiden ganz vertieft ihre Stifte oder Pinsel halten und ganz in ihren Bildern versinken. Am meisten rührt es mich natürlich, wenn sie mir mit stolz geschwelter Brust ein kleines Kunstwerk mit den Wort: "Für dich Mama" überreichen. Nicht immer kann ich auf Anhieb erkennen was gemalt wurde, aber immer werde ich mein Kind in den Arm nehmen und "Danke" sagen.
Sie sollen lernen, dass das was sie malen immer richtig ist. Es muss nicht für jeden schön sein, es muss nur für sie selbst richtig sein. Dabei muss ich mir auch selber an die Nase fassen, denn ich neige zum Perfektionismus und korriere allzu leicht. Ich kritisiere auch und beiße mich danach aber oft auf die Lippen. Schließlich möchte ich, dass meine Kinder Spaß am Gestalten haben und dass sie sich frei ausleben.
Deshalb an dieser Stelle nochmal ein ganz großes Dankeschön an meine beiden Künstler. Ich freue mich über jedes eurer Bilder, helfen sie mir doch die Welt mit euren Augen zu sehen. Auf das eure Bilder immer so farbenfroh und glücklich sein werden.

Donnerstag, 19. März 2015

03.txt - Der Superlativ von Liebe

Es sind mehr drei Wochen vergangen und Dominik hat in seinem Blog neonwilderness das dritte Wort zu seinem Projekt *.txt veröffentlicht.
Nachdem ich beim letztes Mal im Rahmen des Wortes "wünschen" über die Veränderung meiner Wünsche im Laufe der Zeit geschrieben habe. Kommt nun mein Beitrag zum dritten Wort "abgrundtief":

Es fiel mir sehr schwer zu diesem Wort einen Artikel für meinen Blog zu schreiben. Ich schreibe über meine Familie, vor allem über meine Kinder, und über Dinge die mich als Mutter bewegen. Nach langem Überlegen bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ich meine Zeit viel lieber mit meinen Kindern verbringe als mich mit negativen Dingen zu belasten. Abgrundtief ist in seiner Bedeutung leider nur negativ belegt und mir fiel auf, dass ich mich zwar gerne und manchmal ausführlich über Situationen aufregen kann, dass daraus aber eigentlich nie ein abgrundtiefer Hass oder etwas ähnliches wird. Mir ist meine Zeit einfach zu schade um etwas Negativen so viel Platz einzuräumen, dass es sich in meinen Gedanken manifestieren könnte. Ich habe keine Zeit für jegliche Art von abgrundtief.
Deshalb möchte ich heute lieber über das Antonym von abgrundtief schreiben. Halt. Es gibt kein Gegenteil von abgrundtief. Wieso eigentlich nicht? Ist Hass eine so starke Emotion, dass es nur dort so einen Superlativ wie abgrundtief gibt? Ist Liebe nicht mindestens genauso stark? Sollte Liebe nicht sogar noch stärker sein? Warum können wir mit einen Wort Hass ins unermessliche steigern, aber bei Liebe fehlt uns diese Möglichkeit? Beinahe hätte ich gesagt über alle Maßen lieben wäre ein gutes Gegengewicht zu abgrundtief. Doch dann wäre ich schon wieder bei maßlos und das möchte ich nicht mit Liebe in Verbindung bringen.
Wie soll ich also das, was ich ausdrücken möchte, beschreiben? Vielleicht ist es gut, dass es dafür nicht nur ein Wort gibt. Vielleicht ist es richtig, dass ich dafür viele Worte benötige. Sollte man Liebe vielleicht nur mit vielen Worten beschreiben können, weil dieses Gefühl so viel mehr ist. So allumfassend. Wenn ich meine Kinder ansehe, dann geht mir das Herz auf. Dieses Gefühl, dass sich bereits in der Schwangerschaft entwickelt, ist so stark, dass es sich kaum ausdrücken lässt. Wenn man das kleine Bündel Leben das erste Mal in den Händen halt, fehlen einem die Worte. Wenn sie dich das erste Mal anlächeln. Dann schmilzt du als Mutter dahin. Vorbei die Zurückhaltung. Bei mir sind meistens Tränen der Rührung geflossen. Genau wie in dem Moment, wenn dir deine Kinder das erste Mal "ich liebe dich" sagen. Ganz ohne Hintergedanken, einfach nur weil sie dich genauso lieben, wie du sie. Wenn ich ihnen abends im Bett nochmal über ihre Haare streichel, ihren Duft einsauge und ihnen einen Gutenachtkuss gebe, dann kann ich kaum fassen, dass diese schlafenden Engel meine Kinder sein sollen. Wie wir etwas so wunderbares erschaffen konnten. Dann schnürt es mir vor lauter Liebe oft die Kehle zu. Wenn sie dir eine selbstgemaltes Bild auf einem Fetzen dreckiger Zeitung bringen und es dir feierlich mit den Worten "das habe ich für dich gemalt" überreichen, dann ist dir egal, dass nur zwei Striche zu sehen sind, dann schwebst du im siebten Himmel. Und natürlich liebst du deine Kinder auch in jedem anderen Moment. Diese Liebe ist viel stärker als abgrundtiefer Hass. Dieser Superlativ von Liebe, den ich meine, vielleicht kann man ihn nicht mit einen Wort beschreiben und trotzdem gibt es ihn. Er macht unser Leben erst lebenswert.

Dienstag, 3. März 2015

Aufreger der Woche

Ich gehe gerne mit den Kinder spazieren. Die beiden Großen laufen und der Knuddelkäfer fährt zur Zeit noch im Kinderwagen. Neben den täglichen Wegen von und zum Kindergarten kann man uns auch oft Nachmittags ein kleines oder auch ein größeres Stück spazieren gehen sehen. Hier auf dem Dorf treffen wir meistens ein paar Leute und wir schwatzen ein bisschen.
Eigentlich mache ich das ganz gerne, aber auf das heutige Gespräch hatte ich im Nachhinein betrachtet gerne verzichtet.

Da komme ich nun mit meiner kleinen Rasselband: eine Mama mit drei kleinen Kindern und treffe zwei ältere Damen. Nach einer kurzen Vorstellung und etwas Small Talk sagt die eine Dame: "Mit drei Kindern, da können Sie ja gut vom Kindergeld leben!" Ich wusste gar nicht wie mir geschieht. Ich hätte so gerne mehr erwidert, aber mit wildfremden Menschen möchte ich so ein Thema auch nicht ausführlich besprechen. Mir fiel auf die Schnelle nur ein: "Ja, für die Windeln reicht es." Zum Glück stimmte mir die andere Dame zu und ich verabschiedete mich schnellstmöglich.

Bild von ein paar Euromünzen


Wer heutzutage denkt, Kinder könnten vom Kindergeld leben und Eltern würden sich durch ihre Kinder finanziell sanieren, der hat leider keine Ahnung. Mit 186€ bzw. 190€ pro Kind können wir Windeln kaufen und eventuell reicht es für das Essen unserer Kinder. Alle sonstigen Ausgaben (Kleidung, Nebenkosten, Ausstattung, Spielzeug, Ausflüge, ...) müssen wir von unserem durch meine Elternzeit sowieso geschmälertem Einkommen als Eltern begleichen. Da hilft auch kein Eltern- oder Betreuungsgeld. So hart es klingt, hätten wir keine Kinder, würden wir als Paar viel mehr Geld haben und müssten dann nur die Ausgaben für zwei Erwachsene tragen. Das ist ungerecht, vor allem weil unsere Kinder später die Rente der Kinderlosen finanzieren werden, und auch eine eventuelle Anhebung des Kindergeldes um 4€ pro Kind wird daran nichts ändern.
So nun aber genug geschimpft, ich hoffe einfach, dass dies nur ein Einzelfall war und die meisten Menschen wissen, das Kinder zwar ungemein glücklich, aber bestimmt nicht reich machen.

Dienstag, 17. Februar 2015

02.txt - Was wünscht du dir

Es sind drei Wochen vergangen und Dominik hat in seinem Blog neonwilderness das zweite Wort zu seinem Projekt *.txt veröffentlicht.
Nachdem ich beim letztes Mal im Rahmen des Wortes "Gratwanderung" über die perfekte Mutter geschrieben habe. Kommt nun mein Beitrag zum zweiten Wort "wünschen":

Ich habe in ein paar Tagen Geburtstag und jeder fragt mich "Was wünscht du dir?". Eigentlich eine simple Frage und den meisten Menschen fällt spontan etwas ein. Mir auch, aber meine Wünsche sind nicht materieller Natur. Deshalb antworte ich meist "Ich habe doch alles.". Für mein Gegenüber in dem Moment eine unbefriedigende Antwort.
Früher war ich in der Beziehung unkomplizierter. Als ich noch ein Kind war, habe ich immer sofort gewusst welches Spielzeug mir noch fehlt. Es gab immer irgendetwas das ich gebrauchen konnte. Bei der Frage "Was wünscht du dir?" bin ich wie jedes kleine Kind aufgeblüht. Je nach Tageform ist auch schon mal eine ganze Liste aufgezählt worden.
Mit dem Älterwerden veränderten sich meine Wünsche. Als Kind wünschte ich mir Spielzeug, als Jugendliche Geld für Ausflüge mit meinen Freundinnen, als junge Erwachsene waren Sachen für meine eigene Wohnung beliebt. Als mein Lebensmittelpunkt soweit ausgestattet war, endete die Zeit der materiellen Wünsche. Ich hatte alles was ich brauchte und was ich nicht hatte konnte ich mir bei Bedarf selbst kaufen. Plötzlich war Platz für andere Wünsche. Ich hatte mittlerweile meinen Traummann gefunden oder er mich, das ist reine Anssichtssache. Wir wollten heiraten und ich wünschte mir, dass ich immer so glücklich bleiben darf. Wir wurden älter und wir wünschten uns Kinder. Ein großer Schritt, der nicht nur unser Leben sondern auch meine Wünsche wieder total veränderte. Plötzlich dreht sich die Welt nicht mehr um mich, auch nicht um meinen Mann und mich. Das Weltbild verändert sich komplett, die Kinder wurden der Mittelpunkt von allem. Dass sie gesund und glücklich sind, sind aktuell meine wichtigsten Wünsche. Ich weiß nicht, ob das allen Müttern so geht, aber ich denke alle Mütter können mich verstehen. Und ganz uneigennützlich bin ich dann doch nicht. Für mich selbst habe ich nämlich auch noch einen Wunsch: Ich möchte gesund sehr alt werden, damit ich meine Kinder begleiten kann und später meine Enkel verwöhnen darf.

Wenn ihr Lust habt, horcht jetzt bitte mal tief in euch hinein. Ihr braucht es auch keinem verraten. Was wünscht ihr euch?