Sonntag, 30. November 2014

Weihnachtswahnsinn Teil 2 - Weihnachtsbaum

Das erste Weihnachten in unserem Haus ohne Oma und Opa soll für die Kinder besonders schön werden. Deshalb sind wir, also hauptsächlich ich, in den Weihnachtswahnsinn verfallen.
Der erste Ausbruch fand Mitte November beim Plätzchen backen statt und heute ist es endgültig um mich geschehen: Auf dem Plan stand das Schmücken des Weihnachtsbaums.

Sonntag, 23. November 2014

Trockenaprikosen und ihre Folgen

Gestern hat Opa Maus seinen Geburtstag gefeiert. Opa und Oma wohnen zwar nur 10 Autominuten von uns entfernt, aber damit wir nicht so früh gehen mussten, haben wir auch dort geschlafen. So konnten sich die Kinder einfach hinlegen, als sie müde waren und wir Erwachsenen konnten in Ruhe weiter feiern.

Habe ich schon erwähnt das meine Eltern alles für unsere drei Mäusekinder tun? Jeder Wunsch ist Befehl und wird wenn es irgend möglich ist erfüllt. Leider sind sie dabei manchmal auch zu großzügig.
Der Kuschelbär beispielsweise liebt Trockenaprikosen und könnte diese in rauen Mengen verzehren. Leider verträgt er sie aber nicht so gut und bekommt davon immer Blähungen und Durchfall. Deshalb habe ich fast nie welche im Haus und wenn er welche bekommt dann maximal zwei über den Tag verteilt.

Opa weiß allerdings von diesem Laster und hat eine ganze Packung Trockenaprikosen für den Kuschelbär gekauft. Beim gemeinsamen Frühstück heute Morgen hat der Kuschelbär ehe ich es registriert hatte bereits mindestens 6 Stück gegessen.
Dies sollten nicht ohne Folgen bleiben.

Vormittags saß der Kuschelbär auf Papas Schoß. Plötzlich fragte Papa Maus was da vibriert hätte, ob der Kuschelbär etwa eine E-Mail bekommen hätte. Da wir alle wissen, dass der Kuschelbär kein Smartphone in der Tasche hat, war uns allen natürlich klar was da vibriert hatte. Bei den Kindern sorgte dies für große Heiterkeit. Kurz darauf stand der Kuschelbär auf und wir hörten schon wieder einen Knall aus seiner Richtung. Auf Nachfrage sagte er: "Nein, ich habe nicht gepupst, nur eine E-Mail bekommen." Wieder allgemeines Gelächter bei allen Anwesenden.
Leider sollte dies noch nicht alles gewesen sein. Den darauffolgenden Toilettengang kommentierte Papa Maus folgendermaßen: "Es war eine E-Mail vom Betonwerk. Spritzputz ist heute im Angebot."

Hoffen wir, dass heute nicht noch mehr E-Mails kommen.

Donnerstag, 20. November 2014

Salzteig

Letztes Jahr zu Weihnachten haben wir von Kuschelbär ein im Kindergarten selbstgebasteltes Mobile mit Salzteiganhängern bekommen. Eine wunderbare Idee, auch wenn wir die falschen Anhänger bekommen haben.
Das Mobile haben wir nach dem Auszug bei Oma gelassen, mittlerweile hängen auch neue aus Papier gebastelte Anhänger daran.

Damit ich auch so ein schönes Mobile mein eigen nennen darf, hieß es also selber basteln.

Das Rezept für Salzteig habe ich von Kidsweb übernommen.

Dort wird das klassische Rezept von einem Teil Salz auf zwei Teile Mehl verwendet. Sollte der Teig zu fest werden kann man noch ein klein wenig Wasser dazugeben.
Außerdem habe ich noch ein bisschen Öl dazugegeben, damit der Teig geschmeidiger wird und beim Backen nicht so schnell reißt.

Wenn es interessiert, der findet bei Knete-selbstgemacht noch viele weitere Rezepte für Salzteig.

Die Mäusekinder und ich haben ganz klassische Weihnachtsbaumanhänger geformt. Dazu hat der Kuschelbär den Teig mit dem Nudelholz ausgerollt. Danach haben die beiden mit Plätzchenausstechern ihre Lieblingsformen ausgestochen und am Ende haben wir mit Hilfe eines Trinkröhrchens Löcher in die Figuren gestochen, damit sie auch aufgehängt werden können.

Anhänger aus Salzteig vor dem Backen
Salzteig-Anhänger vor dem Backen

Dienstag, 18. November 2014

Wie ich heute einen fremden Mann umarmte

Der Tag heute fing gar nicht gut an.

Mit der Geschichte muss ich allerdings schon gestern Abend beginnen:
Als wir im Bett liegen und ich wie immer Papa Maus frage, ob er abgeschlossen hat, sagt mir dieser noch, dass unser elektrischer Türschlossantrieb gepiepst hat und ich die Batterien wechseln muss. Ich frage noch an, ob Papa Maus das nicht schnell machen könnte, aber er möchte nicht noch mal aufstehen. Das war Fehler Nr. 1. Ich sollte nur die Batterien zeitnah wechseln und auf jeden Fall immer zusätzlich einen Schlüssel einstecken.
Heute Morgen, Papa Maus ist natürlich bereits auf dem Weg zur Arbeit an der er auch bis Freitagabend bleibt, ist es wie immer hektisch. Ich lasse mir beim Verlassen des Hauses noch schnell den Türöffner vom Kuschelbär geben und schließe die Tür mit diesem ab. Das waren jetzt Fehler Nr. 2, 3 und 4. Davon ahnte ich aber genau eine Minute nichts. Ich wähnte mich in trügerischer Zufriedenheit. Die Kinder pünktlich fertig gemacht und jetzt nur noch schnell zum Kindergarten. Leider fing es genau in dem Moment an zu nieseln und ich wollte, da ich den Knuddelkäfer auf dem Bauch trug, doch lieber einen Regenschirm mitnehmen. Also alle zurück zur Haustür. Knopf des Schließer betätigt und er schloss auf, schaffte es aber nicht mehr die Falle zurück zu ziehen. Genau in diesem Moment fielen mir meine drei Fehler auf: Ich hatte vergessen die Batterien zu wechseln, ich hatte keinen Schlüssel mitgenommen und ich hatte die Tür auch noch mit dem Antrieb abgeschlossen. 
Glück im Unglück, wenigstens hatte ich mein Handy dabei. Leider waren Oma und Opa, die im Nachbarort wohnen, noch nicht aufgestanden und somit auch nicht zu erreichen.

Damit wir nicht länger im Regen standen habe ich die Kinder erst mal in den Kindergarten gebracht. Unterwegs erreichte ich dann auch Papa Maus, der leider auch keinen Schlüssel mitgenommen hatte... Zurück Zuhause waren dann auch Oma und Opa erreichbar, die allerdings auch keinen Schlüssel haben. Ich bat sie Einbruchswerkzeug einzupacken und zu mir zu kommen. 

In der Zwischenzeit fand ich beim Bäcker des Ortes Unterschlupf und genoss eine heiße Schokolade. Als Oma und Opa nach einer gefühlten Stunde ankamen, musste Oma erst mal meine Zeche zahlen, dann versuchte Opa an die Falle der Tür zu gelangen, was aber wie erwartet nicht funktioniert. Schließlich hatten wir die extra sichere Ausführung von Tür und Schloss gewählt.
Blieb nur noch ein Schlüsseldienst. Nachdem ich den ersten angerufen hatte, erwägte ich schon ein Kellerfenster einzuschmeißen. Der Herr wollte sich erst die Tür ansehen, hatte noch nicht mal Zeit sich mein konkretes Problem anzuhören und außerdem sollte ich die Anfahrt zahlen und das ohne Preisvorstellung. Bei mir läuteten alle Alarmglocken und ich erinnere mich an so einige Reportagen über Abzocke bei dem Thema. Ich sah mich schon am Bankautomaten 300€ abheben...
Zum Glück gibt es in der Branche auch seriöse Schlüsseldienste und den fanden wir auch beim zweiten Anruf. Der Kollege sagte uns einen konkreten Preis, gab aber auch zu nur in Vertretung zu arbeiten und deshalb eventuell etwas länger zu brauchen. Keine dreißig Minuten später war er da und schaffte es beim dritten Versuch die Falle zu lösen und die Tür zu öffnen. 
Ich war so froh, dass ich ihn kurz um Erlaubnis fragte und dann einfach umarmen musste.

So kam es also, dass ich heute Morgen einen fremden Mann umarmte während Opa neben mir stand und dafür, also die Rettung in der Not, 60€ ausgab. 

So und jetzt mache ich nach der ganzen Aufregung erst mal Frühstück und nachher geht es mit dem Knuddelkäfer noch zum Kinderarzt zur Impfung. Der Rest der Woche kann nur noch besser werden.

Freitag, 14. November 2014

Weihnachtswahnsinn Teil 1 - Weihnachtsplätzchen

Dieses Jahr ist Oma auf die glorreiche Idee gekommen die Weihnachtsplätzchensaison bereits im November zu beginnen.
Die Vorteile liegen klar auf der Hand: mehr Zeit zum Backen, mehr Zeit zum Genießen, längere Vorfreude und weniger Streß. Außerdem schmecken, wenn wir ehrlich sind, die Plätzchen vor Heiligabend doch viel besser als nachher. Wie oft hat Oma in meiner Kindheit zu Ostern noch Dosen randvoll mit alten Weihnachtsplätzchen gefunden und musste diese leider entsorgen. Das soll uns diese Jahr nicht passieren.

Die Kinder habe ich noch vor den Mittag aus dem Kindergarten abgeholt. Das erste Highlight des Tages. Bei Oma gab es Wurstgulasch und die Kinder durften schon bei Schneiden der Wurst helfen. Das zweite Highlight des Tages. Danach wurden die geliebten Schürzen umgezogen und Oma beim Herstellen des Teigen assistiert. An der Stelle zahlte sich das monatelange Üben im Sandkasten aus: Hand in Hand wurde der Puderzucken in das Sieb gefüllt und dann professionell gesiebt was das Zeug hält.
Die Plätzchen sollten für Gebäckpresse und Wolf geeignet sein. Das Experiment Gebäckpresse haben wir aber direkt wieder eingestellt und den elektrischen Wolf aus dem Regal geholt.
War das ein Spaß. Teig oben mit dem Stopfer reindrücken, mit einem Kindermesser abschneiden oder lustige Formen legen. Alle Arbeiten waren sehr beliebt und wurden unter lautem Freudengekicher ausgeführt. Für mich das dritte Highlight des Tages. Das vierte war als der Kuschelbär keine Kränze formte sondern ein McDonalds M und Oma das in ihrem Perfektionismus sofort umformte ohne etwas zu ahnen. Nach lautem Protestgeschrei dürfte er ein neues legen. Dieses Riesenplätzchen wurde als einziges mit Streuseln verziert und war natürlich für Papa Maus bestimmt, der es auch gleich am Abend mit viel Hingabe verzehrte.
Nachdem die Mäusekinder so artig waren, haben wir uns entscheiden direkt noch eine zweite Sorte Plätzchen zu backen. Diese wurden zu Kugeln geformt und dann eine Delle hineingedrückt, in die später erwärmte Marmelade gefüllt wurde. Ein weiteres Highlight des Tages.
Die Kaisermotte war noch voll im Vanillekipferlmodus vom letzten Weihnachten und rollte keine Kugeln sondern direkt Kipferl. Beim dritten Plätzchen klappte aber auch das.

Plätzchen backen mit Kindern


Die fertigen Plätzchen waren nicht nur schön anzusehen, sie schmecken auch hervorragend. Der Kuschelbär hat mindestens 30 Stück alleine gegessen und müsste eigentlich heute Abend platzen.

Alles in Allem ein wunderbarer Nachmittag mit vielen Highlights für Oma und Opa, die Mäusekinder und mich.
Ich freue mich bereits auf die nächsten Backsessions.

Nachtrag:
Einziger Wermutstropfen bei der Aktion war der Moment in dem ich noch vor dem 1. Advent unsere letzten Plätzchen verteilen wollte und der Kuschelbär sagte, er möchte keine, weil wir sonst an Heiligabend keine mehr haben...

Montag, 10. November 2014

Begeisterte Spaziergänger

Bei uns beginnt die Dämmerung gefühlt um 16:00 Uhr. Das ist für Freiluftaktivitäten mit den Kindern eher suboptimal. Entweder wir starten direkt nach dem Mittagessen und lassen den Mittagschlaf ausfallen oder wir machen Mittagsschlaf und verbringen den Nachmittag drinnen.

Gestern haben wir uns mal für eine andere Variante entschieden:
Ich wollte so gerne wieder mit den Kindern spazieren gehen. Einzig die Mäusekinder und Papa Maus wollten nicht. Ich war somit überstimmt und Papa Maus ordnete Mittagschlaf für alle an. Um 16:30 Uhr schmiss ich die immer noch müden Krieger aus ihren Betten und ich hatte den rettenden Einfall wie ich doch noch zu meinem Spaziergang kommen würde. 

"Mäusekinder, wollt ihr eine Nachtwanderung machen?" Die Beigeisterungsstürme ließen nicht lange auf sich warten. Sogar Papa Maus fand die Idee Klasse und packte sogleich Taschenlampe und Leuchtstab ein. Kurz vor 17 Uhr liefen wir los und es dauerte wirklich keinen 10 Minuten bis die Mäusekinder ihre Lampen anmachen durften und auch mussten.

Familie Maus geht im Dunkeln spazieren


So sind wir gestern also in der Finsternis des späten Nachmittags spazieren gegangen und die Mäusekinder erzählten heute Früh stolz im Kindergarten, dass sie eine echt Nachtwanderung gemacht haben. Richtig im Dunkeln mit Lampen und sie hatten natürlich gar keine Angst...

Sonntag, 9. November 2014

Kürbiscremsuppeninferno

Der Kuschelbär hatte sich so auf eine Kürbiscremesuppe beim Kürbisschlachtfest auf der EGA gefreut. Leider hat die Suppe weder meinen noch den Geschmack der Kinder getroffen. Der Kuschelbär war sehr enttäuscht, deshalb hatte ich ihm für das Wochenende eine "richtige" Kürbiscremesuppe nach meinem Rezept versprochen.

Wahrscheinlich war es ein Omen, dass ich beim Einkaufen mit den Kindern alles auf meiner Liste aber keinen Kürbis bekommen habe, und ich hätte Oma und Opa nicht bitten sollen mir einen mitzubringen. Sowas erkennt man nur leider immer erst, wenn es zu spät ist.

Gewaschene Gardinen auf Wäscheständer

Donnerstag, 6. November 2014

Einkaufen zu viert

Gestern habe ich den Kuschelbär und die Kaisermotte ausnahmsweise mit dem Auto vom Kindergarten abgeholt. Zusammen mit dem Knuddelkäfer in der Babyschale sind wir ohne Papa Maus einkaufen gefahren.
Oma und Opa sagten voraus, dass das in Stress ausarten wird. Ich solle doch lieber am Morgen in aller Ruhe nur mit dem Knuddelkäfer einkaufen gehen. Das wäre doch viel entspannter. 
Ich bin jedoch der Meinung, dass ich drei Kinder habe und es auch schaffen muss mit ihnen gemeinsam einkaufen zu gehen. Schließlich müssen die Kinder auch lernen sich in Läden zu benehmen.
Gesagt, getan.

Die Einkaufsliste war fertig auf dem Handy, die Klappkisten im Kofferraum und alle guter Laune. Schließlich hatte ich versprochen, dass die zwei großen Mäusekinder ein Brötchen bekommen. Um uns nicht gleich zu viel zuzumuten wollte ich nur schnell den Wochenenkauf im Discounter machen. Nur ein Laden - keine Hektik.
Dort angekommen sollten die Kinder kurz alleine im Auto bleiben und ich wollte den Wagen für die Babyschale holen. An der Stelle wünschte ich mir das erste Mal, dass der Mann mitgekommen wäre. Der Wagen ließ sich einfach nicht losmachen. Das Geld steckte fest und die Kette ebenfalls. Zum Glück war ein netter Mann so freundlich den Wagen loszumachen. Ich bedankte mich vielmals und eilte zurück zum Auto. Die Kinder waren sehr friedlich nur der Kleine hatte ein bisschen geheult. Abschnallen klappte prima. Ich schnallte die Kaisermotte ab, diese den Kuschelbär und dieser wiederum den Knudelkäfer. Tolle Sache.
Babyschale auf den Wagen gehievt, Kinder gebrieft immer schön den Wagen anzufassen und los. Gemeinsam Kekse für den Kindergarten ausgesucht und die Kinder durften einladen. Obst und Gemüse und auch den Rest glücklich eingekauft. Ich wüsste gar nicht, wie artig unsere Kinder sein können. 
Okay, zwischendurch musste ich noch mal klarstellen, dass Obst und Gemüse nur gezeigt und nicht gleich angefasst werden darf, aber solange es nur das ist.
Auf dem Weg zur Kasse schaut mich der Kuschelbär mit großen Augen an: 
"Mama, ich muss mal Kacki." 
"Schatz, dass geht jetzt nicht. Kannst du noch ein bisschen aushalten?"
"Nein, ich muss jetzt sofort."
"Okay, lass uns bezahlen und ich lasse mir was einfallen."
Also weiter Richtung Kasse. Wir sind nicht weiter als 5 Meter gekommen.
Mit leicht glasigen Augen sieht mich der Kuschelbär verzweifelt an: "Mama, ich muss jetzt, SOFORT!"
Okay, ich drehe ab und suche eine Mitarbeiterin. Wo sind die nur alle, wenn man eine braucht? Endlich, eine räumt Regale ein. 
"Wir haben einen Notfall, der Kleine muss ganz dringend auf Toilette."
"Das passt jetzt gar nicht, es ist keiner da." Das habe ich auch schon bemerkt, aber es geht nicht anders. "Bitte, es ist dringend."
"Na gut, kommen Sie mit." In einer affenartigen Geschwindigkeit rennt sie vor mir her Richtung Pausenraum, der gleich hinter den Kassen liegt. Ich hinterher mit voll bepacktem Wagen: Sicht gleich  Null durch die obendrauf stehende Babyschale und Überbreite durch zwei Kindern die links und rechts dranhängen. Mit aller Not können wir die Verfolgung aufnehmen und uns durch die Kasse zwängen.
"Der Wagen muss draußen bleiben und bitte beeilen Sie sich."
Ich also die Kaisermotte zur Aufpassen abgestellt: "Du bleibst hier. Halt dich schön am Wagen fest und passt auf den Knuddelkäfer auf. Wenn dich oder den Knuddelkäfer jemand mitnehmen will, Schrei einfach ganz laut."
Also ab in die Toilette und schnell wieder raus. Zum Glück steht die Kaisermotte noch so wie ich sie verlassen hatte.
Endlich zur richtigen Kasse und alle und alles ins Auto verfrachten. Ab nach Hause und dort wieder alle und alles ausladen. Papa Maus hilft bei den Kisten, aber ausräumen muss ich wieder alleine, weil er noch arbeiten muss. Die Mäusekinder ziehen sich währenddessen alleine die Schlafanzüge an. Manchmal läuft einfach alles perfekt.
Mittlerweile ist es auch Abendbrotzeit geworden und wir müssen schon mal alleine anfangen, weil der Mann immer noch arbeiten muss.

Alles in allem war das ein gelungener Einkauf. Auch wenn ich vor lauter Toilettennotfall vergessen habe Bargeld zu holen.

Danke mein süßer Kuschelbär und meine süße Kaisermotte, dass ihr so toll mitgeholfen habt. Ich liebe euch und freue mich auf den nächsten Einkauf mit euch. 


Mittwoch, 5. November 2014

Mittagessen aus Weißbrotresten

Letzten habe ich bereits berichtet, dass die Mäusekinder ausschließlich Weißbrot essen.
Weil wir nicht immer jedes Brot komplett aufessen, gibt es immer wieder Brotreste. Leider verschimmeln diese beim Trocknen, so dass ich es aufgegeben habe daraus Semmelmehl machen zu wollen. Meistens mache ich daraus Arme Ritter, die wir mit selbstgemachtem Apfelmus oder einfach Zucker essen.
Hat sich doch mal eine größere Masse Brotreste angesammelt und ihr steht genau wie Yvette vom engelundbanditen-Blog vor der spannenden Frage "Was soll ich kochen?", könnt ihr gerne zu folgendem Rezept für ein tolles süßes Mittagessen greifen:

Apfel-Weißbrot-Auflauf für 4 gute Esser:
5 Eier in eine große Schüssel geben und mit
110 g Zucker mit dem Mixer schaumig rühren,
700ml Milch,
350g Quark,
1 Prise Zimt,
1 TL Vanillezucker hinzufügen und erneut rühren, bis eine homogene Flüssigkeit entstanden ist.
700g Äpfel schälen, entkernen und in Scheiben schneiden.
350g Weißbrot in Scheiben schneiden und in der Milchmasse kurz einweichen.
Das eingeweichte Weißbrot mit den Apfelscheiben und
200g Rosinen abwechselnd in eine gefettete Ausflaufform schichten.
Zum Schluss mit der restlichen Milchmasse übergießen und nach Wunsch mit Mandelblättchen bestreuen.
Bei 175° Umluft 45 Minuten backen.



Der Auflauf schmeckt frisch und aufgebacken und man kann neben Weißbrot auch gut alte Brötchen, Milchbrötchen, Toast oder was auch immer bei euch so umherschwirrt benutzen. Wenn das Brot schon sehr trocken ist und beim Schneiden zerfällt hat das natürlich keinen Einfluss auf den Geschmack. Einfach ein ideales Resteessen und meine Kinder lieben es. 

Bei engelundbanditen findet ihr im Rahmen einer Blogparade, an der ich mit diesem Rezept auch teilnehme, weitere tolle kindgerechte und schnelle Essen für eure Lieben. Viel Spaß beim Ausprobieren.

Dienstag, 4. November 2014

Schlaue Mäusekinder

Neulich beim Spazierengehen kamen wir sowohl auf dem Hin- wie auch dem Rückweg am Lutherdenkmal vorbei.

Auf dem Hinweg:
Die Kaisermotte sagt: "Schau mal Mama, die Statue!"
Ich erwidere: "Ja, mein Schatz, das ist Luther. Habt ihr euch das Denkmal mal genauer angesehen? Er hat doch ein Buch in der Hand. Weiß jemand warum?"
Der Kuschelbär antwortet wie aus der Pistole geschossen: "Der hat die Bibel ins Deutsche übersetzt."
"Prima."
Papa Maus sagt noch leise zu mir: "Ob das wohl jeder Erwachsene weiß?"

Auf dem Rückweg wollte ich testen, ob sich die Kaisermotte alles gemerkt hat:
"Wie hieß das Buch, dass er dort in der Hand hält?"
"Bibel.", erwidert die Kaisermotte sofort, aber etwas undeutlich.
"Toll, dass du dir das gemerkt hast!"
"Das war einfach, weil meine Gruppe im Kindergarten so heißt."
Ratlose Gesichter bei Mama und Papa Maus. "Das verstehe ich jetzt nicht."
"Na so heißt doch meine Gruppe auf Englisch - Beatle."
"Schatz, das stimmt du bist in der Käfergruppe und Käfer heißt auf Englisch beatle, aber das Buch heißt Bibel..."
Zumindest waren die ratlosen Gesichter bei uns dann einem herzhaften Lachen gewichen.

Liebe Mäusekinder, ihr seid für mich einfach die schlausten Kindergartenkinder auf der ganzen Welt. Ohne euch wäre meine Welt nicht mal halb so lustig und halb so bunt. Ich liebe euch.