Freitag, 26. September 2014

Wer braucht schon einen Herbstkranz?

Gegenüber von unserem Haus steht ein wunderschöner großer Kastanienbaum. Am Freitagnachmittag waren die Kinder und ich wohl die ersten, die auf die Idee gekommen sind die unzähligen abgefallenen Kastanien zum Basteln zu verwenden. Auf dem Nachhauseweg vom Kindergarten haben wir die Rucksäcke der Kinder voll mit großen und kleinen Kastanien gepackt. Zu Hause angekommen haben wir sofort begonnen aus unserer Beute Kastanientiere und -autos zu basteln. Das machen wir jedes Jahr und die Kinder haben dafür mittlerweile auch genug eigene Ideen.

Da wir aber noch soviele Kastanien übrig hatten und der Zoo bzw. Fuhrpark schon komplett ausgestattet ist, habe ich am Wochenende nach weiteren Anregungen gesucht. Am besten gefiel mir die Idee einen Kranz zu basteln. Oma hatte noch einen Strohrömer zuhause und wollte uns diesen gerne überlassen. Also haben wir uns zum Basteln verabredet. Oma brachte neben dem Römer auch noch ein paar Hagebutten mit um dem Kranz etwas Farbe zu verleihen.
Leider ist so ein Kranz doch größer als gedacht oder die Kindergartenrucksäcke zu klein, so dass uns die Kastanien mittendrin ausgegangen sind. Da ich kein Band zum umwickeln der kahlen Stelle hatte, musste ein Strauch vorm Haus ein paar dunkelrote Blätter lassen.
Bis auf dies Kleinigkeit war der Nachmittag ein großer Erfolg: Die großen Mäusekinder haben wunderbar mitgeholfen und sich auch nicht am eingesetzten Heißkleber verbrannt. Nur mich hat es mal wieder erwischt... Trotzdem oder vielleicht auch gerade deshalb ist der Kranz eine echte Augenweide geworden *Eigenlob_aus* und es wurde direkt beschlossen damit die noch kahle Küchenwand zu dekorieren.

Herbstkranz mit Kastanien frisch

Allerdings währte die Freude über den wunderschönen Herbstkranz nicht wirklich lange. Noch bevor ich einen Nagel suchen und den Kranz am nächsten Morgen an der Küchenwand aufhängen konnte fiel über Nacht die erste Kastanie ab. Da ich noch unschlüssig war, ob mein Nagel den doch relativ schweren Kranz halten wird, blieb er erst mal auf der Arbeitsplatte liegen und am Nachmittag waren bereits fünf Kastanien abgefallen. Ich glaubte schon nicht mehr wirklich an einen Erfolg und wollte abwarten, wie das Drama weitergeht. Lange Rede, kurzer Sinn - so sieht der Kranz heute aus:

Herbstkranz ohne Kastanien nach einigen Tagen

Immerhin hängt als letztes Mahnmal eine einzelne Kastanie noch dran. Alle anderen sind abgefallen und die gewellten Blätter habe ich dann auch gleich abgerissen, bevor mir einfiel das Trauerspiel zu fotografieren um der Nachwelt eine Warnung zukommen zu lassen: Kastanien schrumpfen beim Trocknen und fallen deshalb aus ihren Heißkleberbetten!

Ich habe mich entschlossen den Kranz wegzulegen und erst im Frühjahr neu zu dekorieren. Wer braucht schon einen Herbstkranz? Wird vollkommen überbewertet dieses ganze Dekorationsgedöns...

Und nächstes Jahr, wenn ich doch wieder einen Herbstkranz brauche, werde ich die Kastanien vorher trocknen, damit nicht noch mal so etwas passiert.

Mittwoch, 17. September 2014

Überraschungsbüchsen - des Dramas zweiter Teil

Die Plage geht weiter:
Wer hatte eigentlich geunkt, dass unsere Maus bestimmt nicht alleine im Kühlschrank gelebt hat?
Egal wer, aber leider hatte er recht. Mein frisch wieder an seinem richtigen Platz stehendes Mehl ist schon wieder angefressen. Hat jemand mitgezählt wie viele Tüten ich jetzt schon weggeschmissen habe? 
Es ist auch toll zu sehen, dass nie die angefangene halbe Tüte Opfer des Ungeziefers wird, sondern immer nur die neuen vollen. 
Außerdem haben wir jetzt wieder Überraschungsbüchsen. Eine tolle Sache. Reißt einfach das Ettiket von Konserven ab oder lasst das von einer Maus erledigen und schon habt ihr sowas wie ein Überraschungsei für Erwachsene. Alle versuchen anhand der Form schon den Inhalt einzugrenzen und welche Freude, wenn dann anstelle der erhofften Erbsen doch Champignons in der Büchse sind...

Hoffen wir nur, dass unsere beiden Mäuse nicht auch eine Mama und ein Papa Maus sind. Schließlich hat uns der nette Mitarbeiter beim Kauf von weiteren Mäusefallen dezent darauf hingewiesen, dass wir dann mit mindestens 10 Mäusekindern rechnen können... und das alles in meiner Küche und wegen meines Kühlschranks. Wer rechnet bei sowas auch mit blinden Passagieren?

Wie meine Verzweiflung weitergeht könnt ihr im 3. Teil nachlesen.

Dienstag, 2. September 2014

Die Plage - des Dramas erster Teil

Die Plage beginnt:
Noch bevor wir Anfang August 2014 final in unser kleines Häuschen eingezogen sind, ist unser Einbaukühlschrank kaputt gegangen.
Somit hatte ich noch einen Grund mehr meinen geliebten Side-by-Side-Kühlschrank doch in unsere neue Küche zu stellen. Er fristete seit dem Umzug ein trauriges, ungebrauchtes Dasein in der Garage.
Ich wollte von Anfang an den zur Küche gehörenden Einbaukühlschrank nicht nutzen, aber leider passte unser großer Kühlschrank nicht durch unser Treppenhaus.
Beim Austausch der Fenster ließen wir ein Fenster im 1. Stock als Stulpfenster, also ein Fenster ohne festen Mittelpfosten, ausführen. Durch dieses Fenster sollten später alle Möbel, die nicht durch das enge Treppehaus passen, transportiert werden. Ihr wisst noch nicht was das alles mit einer Plage zu tun haben könnte?
Tja, einen Radlader später war mein neuer alter Kühlschrank in der Küche. Ich war sowas von glücklich. Auch wenn der Platz in der Küche zusammen mit den Kinderstühlen am Esstisch nun etwas begrenzt ist. Das Problem erledigt sich in spätestens 10 Jahre von selbst, wenn dann alle auf normalen Stühlen sitzen.
Das Glück über den schönen Kühlschrank währte nur kurz, da eine Woche später zwei meiner Mehltüten angefressen waren. Eine Maus. Ich wiederhole: eine M-A-U-S in meiner Küche. Sie muss als blinder Passagier im Kühlschrank aus der Garage in die Küche gelangt sein.

Die Plage nimmt ihren Lauf:
Auch nach dem Aufstellen mehrere Fallen und dem ausprobieren verschiedener Köder war mein Mehl immer wieder Opfer dieses kleinen Ungeziefers. 
Die beste Falle war übrigens ein Maßkrug, dessen Boden wir mit Mehl, der Lieblingsspeise unseres Hausgastes, bedeckt hatten. Nicht weil wir die Maus darin gefangen hätten. Nein, aber die Maus verschonte tagelang mein Mehl. Schließlich konnte sie immer schön in den Krug und fressen - leider aber auch wieder raus, womit wir nicht gerechnet hatten. Nur anhand der Fußabdrücke im Krug könnten wir erkennen, dass sie diesen Futterplatz öfter angesteuert hatte. Also Krug wieder weg und prompt war die nächste Tüte Mehl angeknabbert. So jetzt reichte es, alle Lebensmittel in die Schränke umräumenen, die eine Rückwand haben.
Einige Tage später machte es aber wirklich klick und die Maus saß in der Lebendfalle. In Ermangelung von Papa Maus, der wie immer unter der Woche nicht da ist, hat ein lieber Nachbar die Maus in die Freiheit entlassen.

Maus in Mäusefalle


Dafür nochmal vielen Dank.

Endlich kann ich alle Schränke wieder normal nutzen.

Leider war das noch nicht das Ende dieses Drama. Wie es weitergeht könnt ihr im 2. Teil nachlesen.